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Grafik zur Sektorkopplung

Sektorkopplung

Sektorkopplung – was ist das?

Als Sektorkopplung wird die Vernetzung aller drei Sektoren der Energiewirtschaft – Strom, Wärme und Verkehr -  verstanden. So können Erneuerbare Energien aus Sonne und Wind auch zur Wärmeerzeugung und für die Mobilität verwendet werden. Die bisherige Stromwende wird so zu einer echten Energiewende. Damit bleibt Deutschland energiepolitischer Schrittmacher in der Welt. 

Sektorkopplung als Leitmotiv erfolgreicher Energie- und Klimapolitik

E-Autos an Ladesäulen

Der Einstieg in die Sektorkopplung muss in dieser Legislaturperiode gelingen. Strombasierte und klimaschonende Technologien im Wärmemarkt und die Elektromobilität sind entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Dabei koppelt die Digitalisierung den Stromsektor mit Wärme und Verkehr. Damit werden Millionen Erzeuger, Heizungen, Elektrofahrzeuge und Speicher verbraucherfreundlich dezentral miteinander verbunden. Wir nennen dies das "Internet der Energie".

Sektorkopplung in der enviaM-Gruppe

Studie zur "Sektorenkopplung – Vier Infrastrukturen, eine optimale Lösung?"

MITNETZ STROM und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) sowie zwei weitere Unternehmen haben die Studie "SoVieL: Sektorenkopplung – Vier Infrastrukturen, eine optimale Lösung?" veröffentlicht. Bisher funktionieren die Infrastrukturen Gas, Strom, Verkehr und Wärme überwiegend voneinander getrennt. Ziel ist es, eine ganzheitliche und sektorenübergreifende Energiewende zu erreichen. 

Die Unternehmen untersuchten gemeinsam mit der BTU die Möglichkeiten und Potenziale der Sektorenkopplung innerhalb ihrer Geschäftsgebiete. Schwerpunkt war die Analyse der aktuellen Power-to-X (PtX) Technologien. Diese werden in Power-to-Mobility (PtM), Power-to-Gas (PtG) oder Power-to-Heat (PtH) unterteilt. Zunehmend emissionsfrei erzeugter Strom wird dabei in andere Energiesektoren umgewandelt und dort transportiert, gespeichert und genutzt. Diese Kopplung der Energiesektoren flexibilisiert das Energiesystem. Über intelligente Schnittstellen lassen sich so Synergieeffekte nutzen. Kosten für Netzausbau können dabei gespart und Treibhausgasemissionen vermindert werden.

Anwendungen der Sektorenkopplung

Eine der vielversprechendsten und flexibelsten Technologien ist Power-to-Gas. Gas aus emissionsfrei erzeugtem Strom lässt sich sowohl in der bestehenden Erdgasinfrastruktur transportieren und speichern als auch in den Energiesektoren Verkehr und Wärme nutzbar machen. 

Auf Basis der Studienergebnisse werden die beteiligten Unternehmen ihre Ideen weiterentwickeln und 2018 ein Konzept zur praktischen Umsetzung erarbeiten.

Infografik zur Sektorkopplung

Energiewende in den eigenen vier Wänden

Die Energiewende beginnt in den eigenen vier Wänden, denn Haushalte verbrauchen viel Energie. Ihr Anteil am gebäudebezogenen Endenergieverbrauch liegt bei 60 Prozent. Hier besteht erhebliches Einsparpotenzial bei der Energie-Nutzung, aber auch bei der Energie-Erzeugung. Durch reduzierten Energieverbrauch und die Einbindung von erneuerbaren Energien gelingt die heimische Energiewende ganz leicht. So gewährleistet eine Photovoltaikanlage auf dem Dach die Stromversorgung des Hauses mit Sonnenenergie, eine Wärmepumpe sorgt für warme Räume und die Ladebox für das E-Auto nutzt ebenfalls den Sonnenstrom vom Dach. Falls dann noch selbst erzeugter Strom übrigbleibt, kommt dieser in den Stromspeicher. Wenn all diese Anlagen und Geräte intelligent vernetzt werden, lassen sie sich ganz bequem und je nach Bedarf per Smartphone oder Tablet steuern.