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Energiewissen für Schüler: Intelligente Netze

In einem Intelligenten Stromnetz, auch Smart Grid genannt, erfolgt ein Austausch von Informationen. Dadurch können Stromerzeugung, -transport, -verteilung, -verbrauch und -speicherung flexibel gesteuert werden. Erforderlich macht das die dezentrale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die mit der Energiewende enorm an Bedeutung gewonnen hat.

Stromnetze, Erde von oben

Das Stromnetz in Deutschland

Stromnetz im Sonnenuntergang

Unser Stromnetz ist mehr als 1,92 Millionen Kilometer lang. Somit könnte man es 48-Mal um die Erde wickeln. Mit fast 81 Prozent und einer Länge von 1,45 Millionen Kilometern liegt der größte Teil unter der Erde.

Unsere Animation zeigt den Aufbau des Stromnetzes und seine Unterteilung in verschiedene Spannungsebenen. Los geht's!

Das Stromnetz: von der Einbahnstraße zum Kreisverkehr

Früher erzeugten ausschließlich zentrale Kraftwerke aus konventionellen Energien - wie Kohle, Gas und Kernenergie - Strom für eine Region. Dieser wurde gleichmäßig in das Stromnetz eingespeist. Heute gibt es zusätzlich viele kleine Erzeugungsanlagen, deren Produktion wie etwa bei Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen witterungsbedingt schwankt.

Das Stromnetz hat sich dadurch von einer Einbahnstraße zu einem Kreisverkehr entwickelt. Die Vielfalt und Vielzahl von Stromerzeugern führt zu besonderen Anforderungen für die Betreiber der Netze, die den Strom vom Erzeuger zum Verbraucher transportieren.

Unsere Animation zeigt, wie ein intelligentes Netz funktioniert. Los geht’s!

Zahlen und Fakten zu Smarten Dingen: Smart Grid, Smart Home und Smart Meter

  • Ein Intelligentes Netz - Smart Grid - stellt, trotz der Schwankungen durch erneuerbare Energien und Schwankungen im Verbrauch, eine durchgehende Energieversorgung und Netzstabilität sicher.
  • Mit intelligenten Netzen könnten pro Jahr rund 9 Milliarden Euro gespart werden. Intelligente Haustechnik reduziert den Stromverbrauch in Zukunft zusätzlich. 
  • Außerdem geben Smart Grids wirtschaftliche Wachstumsimpulse in einer jährlichen Höhe von 1,7 Milliarden Euro. 
  • Smart-Home-Anwendungen ermöglichen es, elektrische Geräte im Haus über ein Smartphone oder Tablet intelligent zu steuern.
  • Smart Meter sind intelligente Stromzähler, mit deren Hilfe ein Stromkunde sein Verbrauchsverhalten besser nachvollziehen kann. Dies unterstützt ihn dabei, sparsamer und nachhaltiger zu leben.

Wie kommt der Strom in die Steckdose?

In unserem Film zeigen wir, welchen Weg der Strom zurücklegen muss, bevor er zuhause aus der Steckdose kommt.

Wusstest du schon?

  • Bereits 550 v. Chr. entdeckte der griechische Mathematiker und Philosoph Thales von Milet die elektrische Ladung von Teilchen, indem er an einem Bernstein rieb. Vom griechischen Ausdruck für Bernstein, "elektron" stammt daher der Name für das um 1600 entdeckte Phänomen der Elektrizität.
  • In jedem Lebewesen, das über ein Nervensystem verfügt, fließt elektrischer Strom. Die Nervenbahnen transportieren damit Informationen. So erzeugt das menschliche Gehirn bis zu 23 Watt Leistung. Das reicht, um eine LED-Lampe aufleuchten zu lassen.