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Energiewissen für Schüler: Moderne Erfindungen

Weißt du, wer die Batterie erfunden hat? Kennst du den Erfinder der Glühlampe? Was bedeutet eigentlich GPS? Auf all diese Fragen geben wir eine Antwort. Komm mit auf eine spannende Zeitreise und erfahre, wie Erfindungen stetig den Alltag von uns Menschen veränderten.

Moderne Erfindungen

Genies gesucht

Erfinder verändern mit ihren Ideen unsere Welt. Nicht alle gelangen zu Ruhm und Ehre. Ganz im Gegenteil: Viele von ihnen geraten in Vergessenheit. Und das, obwohl sie Dinge geschaffen haben, die ganz selbstverständlich zu unserem Alltag gehören.

Heutzutage sind die Märkte gesättigt. Es ist schwer, etwas wirklich Innovatives zu erfinden. Ein genialer Gedanke allein reicht nicht aus. Der moderne Erfinder muss sich und seine Erfindung geschickt vermarkten. Nichtsdestotrotz wird immer noch erforscht und erfunden. Wer weiß, vielleicht hast ja auch du irgendwann eine geniale Idee.

Unser Zeitstrahl zeigt dir die bedeutendsten Erfindungen der letzten Jahrhunderte. Los geht’s!

Spannende Fakten zu Erfindungen

Glasfaser

  • Im Jahr 1900 baute Porsche das erste Hybridfahrzeug der Welt. Diesem vorweg ging das Lohner-Porsche-Elektromobil. Es hatte zwei 2,5 PS starke Elektromotoren, die in den Radnaben der Vorderräder ihre Wirkung entfalteten. Noch im selben Jahr machte Porsche den nächsten wegweisenden Schritt und kombinierte die elektrischen Radnabenmotoren mit einem Verbrennungsmotor zum sogenannten Mixte-Wagen, dem ersten Hybridfahrzeug der Welt.
  • Das erste Handy, das Motorola Dynatac 8000X, wurde im September 1983 offiziell zugelassen. Man nannte es auch "Knochen", denn es wog beachtliche 800 Gramm. Immerhin wurde es – trotz seines Preises von 4.000 Dollar und einer Akkuleistung von lediglich einer Stunde Gesprächszeit - innerhalb eines Jahres 300.000 Mal verkauft.
  • Am 29. Oktober 1969 gelang es, einzelne Computer - so groß wie Kühlschränke - über eine Telefonleitung miteinander zu verbinden. Der US-Professor Leonard Kleinrock wollte damit Forschungsergebnisse mit Kollegen austauschen. Zuerst wurden nur einzelne Buchstaben von einem Computer zum anderen gesendet, später ganze Texte. Nach und nach verbanden die Forscher weltweit immer mehr Computer miteinander. Es entstand ein Netzwerk – unser heutiges Internet.
  • Glas hat dort einen großen Einfluss auf unser modernes Leben, wo wir es nicht sehen – als Glasfaser. Entstanden ist Glasfaser aus einer dekorativen Spielerei: Glasbläser aus Thüringen zogen im 18. Jahrhundert Fäden aus Glas. Sie verkauften diese als Dekoration und nannten sie Engelshaar bzw. Feenhaar. Erst nach und nach entdeckte man die verschiedenen technischen Eigenschaften der Glasfäden. Zum Beispiel die extrem gute Lichtleitung oder die Tatsache, dass Faserbündel unter Belastung widerstandsfähiger sind als kompaktes Glas. Heute funktionieren Internet und Telefonie per Glasfaser, weil mit ihnen Informationen lichtschnell rund um den Globus übertragen werden.

Die wichtigsten deutsche Erfindungen

Smartphone mit SIM Card

Deutschland ist das Land der Dichter und Denker, besagt ein bekannter Satz aus dem frühen 19. Jahrhundert. Und es stammen tatsächlich viele wichtige Erfindungen aus Deutschland.

  • Hans-Georg Musmann und Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer-Institut in Erlangen erfanden 1994 das MP3-Format. Mit diesem können Musikdateien digital und komprimiert auf wenig Speicherplatz abgelegt werden. 
  • Der Erfinder Jürgen Dethloff ließ sich im Jahr 1969 eine Chipkarte patentieren. Auf dieser können Daten gespeichert werden, wie beispielsweise bei der Krankenkassenkarte oder bei Mobilfunkkarten (SIM-Karten).
  • Carl Benz aus Mannheim reichte 1886 das Patent für ein Dreiradfahrzeug mit Verbrennungsmotor ein und ist damit der Erfinder des ersten praxistauglichen Kraftwagens der Welt. Heute gibt es allein in Deutschland über 67 Millionen Kraftfahrzeuge.
  • Der Ingenieur Konrad Zuse aus Berlin gilt als der "Vater des modernen Computers". Er entwickelte in den Jahren 1936 bis 38 den ersten programmierbaren (mit Lochstreifen), funktionstüchtigen Computer. Allerdings war dieser nicht zuverlässig, da die mechanischen Schaltglieder, angetrieben von einem Staubsaugermotor, sich regelmäßig verhakten. Seine Weiterentwicklung ging 1942 in Betrieb und konnte jeden beliebigen Algorithmus ausführen. 
  • Aus Deutschland stammen auch zahlreiche Erfindungen ohne technische Funktionalität. Die wohl bedeutendste Leistung  ist der Buchdruck durch Johannes Gutenberg im Jahr 1440. Bücher mussten nicht wie zuvor in jahrelanger Arbeit einzeln abgeschrieben, sondern konnten maschinell in größeren Auflagen gedruckt werden. Damit zogen sie in private Haushalte, Schulen und Universitäten ein. Weitere deutsche, alltägliche Erfindungen sind beispielsweise der Teebeutel, das Kopfschmerzmittel Aspirin oder Ohrenstöpsel gegen Lärm.

Wusstest du schon?

Die meisten bekannten Erfinder sind Männer. Aber auch von Frauen stammen bahnbrechende Entdeckungen, ohne die unsere moderne Welt nicht denkbar wäre.

  • Die polnische Physikerin und Chemikerin Marie Curie entwickelte eine Theorie zur Strahlung von Uranverbindungen und prägte den Begriff "Radioaktivität". Sie war die erste Frau, die an der Pariser Universität Sorbonne studierte und lehrte. Auf Marie Curie geht zudem die Entdeckung der chemischen Elemente Radium und Polonium zurück.
  • Stephanie Kwolek, eine amerikanische Chemikerin, entdeckte neben Röntgenstrahlen und Penicillin auch die Kunstfaser Kevlar. Dieses Material ist fünf Mal so fest wie Stahl, extrem reißfest, biegsam und leicht. Es wird unter anderem für schusssichere Westen, Schutzhelme auf Baustellen, Schutzanzüge für die Feuerwehr, Fahrradreifen, Sportsegel, Kletterseile und Gleitschirme verwendet.
  • Die österreichisch-amerikanische Filmschauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr entwickelte zusammen mit dem Komponisten George Antheil das Frequenzspreizungsverfahren, bei dem ein Signal mit schmaler Bandbreite in eines mit größerer Bandbreite umgewandelt wird. Dieses Verfahren dient als Grundlage für die moderne Mobilfunktechnologie wie GPS oder Wi-Fi.
  • Shirley Ann Jackson war 1973 die erste farbige Frau, die am renommierten Massachusetts Institute for Technology (MIT) einen Doktortitel erwarb. Als promovierte Physikerin leistete sie bahnbrechende Forschungsarbeiten, die später die Basis für viele Erfindungen im Bereich der Telekommunikation bildeten, darunter das mobile Fax, das Tonwahltelefon, Solarzellen, Glasfaserkabel und die Anruferkennung. 
  • Josephine Cochrane erfand bereits 1893 den Geschirrspüler, weil sie sich darüber ärgerte, dass ihre Angestellten Geschirr beim Spülen zerbrachen. 
  • Die ungarische Chemikerin Maria Telkes arbeitete während des 2. Weltkriegs für die US-Navy und entwickelte dort die erste solarbetriebene Entsalzungsanlage. Ihr Wissen nutzte sie später, um 1948 gemeinsam mit der Architektin Eleanor Raymond das erste durch Sonnenenergie beheizte Haus zu konstruieren.