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Drohnen@MITNETZ

Der deutsche Drohnenmarkt wächst aktuell stark. Drohnen werden die Arbeitswelt revolutionieren. Viele Aufgaben können automatisiert erfolgen, was den Arbeitsalltag erheblich erleichtert. So können riskante Tätigkeiten bei Inspektionen von Hoch-, Mittel- und Niederspannungsanlagen ohne Gefährdung von Menschenleben durchgeführt werden und damit die Arbeitssicherheit erhöhen.

Drohne fliegt in der Nähe einer Stromleitung

Einsatz von Drohnen in der enviaM-Gruppe nimmt zu.

Auch in der enviaM-Gruppe werden Drohnen vermehrt eingesetzt, so zum Beispiel an Hochspannungsleitungen bei MITNETZ STROM. Bereits Anfang 2020 hat der Netzbetreiber damit begonnen, automatisiert gesteuerte Drohnen für die Inspektion im Hochspannungsnetz einzusetzen. Die bisherigen Jungfernflüge verliefen sehr erfolgreich. Inzwischen werden unterschiedliche Drohnentypen getestet und die Einsatzbereiche ausgeweitet, so dass auch die Monteure im Mittel- und Niederspannungsbereich davon profitieren.

Der Ideengeber des Projekts.

Jens Hache, Projekt Drohnen@MITNETZ

Jens Hache lässt als Gruppenleiter Energiesysteme in der enviaM-Gruppe Drohnen an Hochspannungsleitungen aufsteigen. Er ist Projektleiter des Projektes Drohnen@MITNETZ und treibt den Einsatz von Drohnen im Stromnetz voran.

So funktionieren automatisiert gesteuerte Drohnen.

Drohne befliegt Leitungen

Die Drohne fliegt Anlagen und Leitungen selbstständig ab und macht dabei Bilder von Seilen, Masten und Traversen, welche mit künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. So können mögliche Schäden und Störungen im Hochspannungsnetz schnell erkannt und beseitigt werden. Auf diese Weise leistet die Drohne einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und vereinfacht die Kontrolle des Hochspannungsnetzes erheblich. Die Freileitungstrassen werden mit einer Geschwindigkeit von zirka 15 Kilometern pro Stunde und in Abhängigkeit der Masthöhen auf einer Flughöhe von ungefähr 35 Metern abgeflogen.

Einsatz manuell gesteuerter Drohnen durch Monteure wird ausgeweitet.

Seit März 2020 haben die Monteure und der Bereitschaftsdienst manuelle Drohnen im täglichen Betriebsablauf getestet. Manuelle Drohnen sollen Monteure operativ bei Inspektionen von Stromleitungen und Anlagen sowie bei der Störungsaufklärung im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsbereich unterstützen. Zukünftig sollen die Drohnen auch bei planmäßigen Arbeiten eingesetzt werden.

So kann das Unternehmen durch digitale Leitungsbefliegung beispielsweise Sturmschäden an Leitungen frühzeitig erkennen, Anlagen und Stromleitungen trotz unwegsamen Gelände, enormer Schneemengen, Hochwasser oder Gefährdungen in Wäldern nach Sturmlagen begutachten und entsprechend schnelle Vorkehrungen treffen. 

Der enviaM-Netzbetreiber verfügt derzeit über Drohnen, die in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um die Typen DJI Mavic 2 Pro und Zoom. Die Drohnen werden nur im sichtbaren Bereich auf einer Flughöhe von ungefähr 50 Metern betrieben. 

Anfang 2021 sollen zudem elf weitere Kollegen einen Drohnenführerschein erwerben, so dass die Flexibilität und Expertise beim Einsatz manuell gesteuerter Drohen weiter steigt.

Monteure und Drohnen@MITNETZ arbeiten Hand in Hand.

Jens Hache und Kollege von MITNETZ STROM


Natürlich liefern die Bilder der manuellen Drohnen Material, um die künstliche Intelligenz für die automatisierten Drohnen anzulernen. Demzufolge arbeiten die Mitarbeiter des Netzbetriebs und das Entwicklungsteam Drohnen@MITNETZ Hand in Hand und treiben das zukunftsfähige Projekt weiter voran.