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2018

Hier stellen wir Ihnen die Pressemitteilungen des Jahres 2018 der enviaM sowie den Unternehmen der enviaM-Gruppe bereit. Wir informieren Sie damit über aktuelle Projekte, Investitionen, Baumaßnahmen, Veranstaltungen oder auch Zertifizierungen.

Pressemitteilungen 2018

Unsere Pressemitteilungen sind nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert. Weitere Pressemitteilungen entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Jahr.

Gemeinsame Umfrage der enviaM, LVV und VNG

Ausbau Speicher, Netze und Elektromobilität für ostdeutsche Energie-, Verkehrs- und Wohnungswirtschaft wichtigste Aufgaben für Erfolg der Energiewende

Die Entwicklung von Speichertechnologien für erneuerbare Energien ist für Energieversorger, Verkehrs- und Wohnungsgesellschaften in Ostdeutschland mit 83,1 % die mit Abstand wichtigste Aufgabe für den Erfolg der Energiewende in den kommenden Jahren. Auf den Plätzen folgen der Ausbau der Stromnetze (45,8 %) und der Elektromobilität (41,0 %). Erstaunlich niedrig wird die verstärkte Förderung der Digitalisierung eingestuft, die nur 31,3 % für dringlich halten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der Universität Leipzig bei der Energie-, Verkehrs- und Wohnungswirtschaft in Ostdeutschland im Auftrag der Energieversorger envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH und VNG-Gruppe. Die drei Unternehmen wollen drängende Fragestellungen, die sich aus der Umfrage ergeben, künftig nicht nur jeder für sich, sondern auch gemeinsam beantworten. Sie bauen dabei auf der bestehenden Zusammenarbeit auf. Weitere gemeinsame Projekte - zu dritt oder unter Einbeziehung weiterer Akteure der Energiewende - sind gut vorstellbar.

"Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Chancen der Digitalisierung für die Energiewende in Ostdeutschland noch nicht gesehen werden. Doch ohne Digitalisierung ist die Weiterentwicklung der Energiewende von einer Strom- zu einer Wärme- und Verkehrswende nicht möglich. Hier liegt noch viel Aufklärungsarbeit vor uns", betont Tim Hartmann, enviaM-Vorstandsvorsitzender.

Einen sehr hohen Stellenwert bei der Weiterentwicklung der Energiewende hat für alle Befragten die Bezahlbarkeit der Energieversorgung (77,1 %). Fortschritte bei der Kostensenkung werden deutlich wichtiger eingestuft als bei der Versorgungssicherheit (34,9 %) und beim Klimaschutz (13,3 %).

Das Ziel der Bundesregierung, die klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 95 % gegenüber 1990 zu senken, hält die Mehrzahl der Befragten (69,9 %) für unrealistisch. Dennoch stellt die Mehrheit der Befragten der Bundesregierung für die bisherige politische Umsetzung der Energiewende ein überraschend gutes Zeugnis aus. Der Großteil bewertet den Weg der Bundesregierung bei der Energieeinsparung in der Industrie (59,3 %) und im Gebäudebereich (53,6 %) positiv. Ähnlich hoch sind die Zustimmungswerte beim Ausbau der erneuerbaren Energien (59,5 %) und beim Ausbau der Stromnetze (57,2 %).

"Für eine funktionierende und bezahlbare Energiewelt von morgen müssen wesentliche Elemente der Energiewende dezentralisiert werden. Vor Ort können wir die Energieversorgung zukunftsweisend, umweltschonend und vor allem gemeinsam mit den lokalen Akteuren sektorenübergreifend gestalten - und beispielsweise mit dem Ausbau der Elektromobilität die Dekarbonisierung des Verkehrsbereichs befördern", unterstreicht Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.

Neben der Bundesregierung (92,8 %) und der energieintensiven Industrie (82,1 %) sehen die Befragten vor allem die Energiewirtschaft (76,4 %) bei der Umsetzung der Energiewende in der Verantwortung. Handlungsschwerpunkte für die Weiterentwicklung der Energiewende sind bei den befragten Energieversorgern die Entwicklung von Geschäftsmodellen für eine dezentrale Energieversorgung in Wohngebieten (Quartieren). Hier sind vor allem der Einsatz von Batterieund Wärmespeichern (93,8 %) sowie Blockheizkraftwerken (87,5 %) und intelligente Nahwärmelösungen ein Thema. Bei den befragten Verkehrsgesellschaften hat die Umrüstung der eigenen Fahrzeugflotte auf klimafreundliche Antriebstechnologien (33,3 %) und bei den Wohnungsgesellschaften die Modernisierung von Heizungsanlagen (69,1 %) die höchste Priorität.

"Die Kooperation zwischen enviaM, LVV und der VNG-Gruppe macht deutlich, dass wir die Energiewende in Mitteldeutschland zum Erfolg führen wollen. Die Umfrage gibt uns erstmals ein einheitliches Bild, welche Maßnahmen Energieversorger, Verkehrs- und Wohnungsgesellschaften für besonders wichtig erachten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Energiewende nur gelingt, wenn sie auch bezahlbar bleibt. Ich bin davon überzeugt, dass moderne Gaslösungen - ob im Heizungskeller, als Strom- und Wärmeproduzent im Quartier oder als alternative Antriebstechnologie im ÖPNV - kostengünstig für mehr Klimaschutz sorgen", sagt Bodo Rodestock, Mitglied des Vorstands bei VNG.

An der Umfrage haben 83 Unternehmen der Energie-, Verkehrs- und Wohnungswirtschaft in Ostdeutschland teilgenommen.

Pressekontakt enviaM

Stefan Buscher
Pressesprecher
envia Mitteldeutsche Energie AG
T 0371 482-1744
E Stefan.Buscher@enviaM.de
www.enviaM-gruppe.de/presse

Pressekontakt LVV

Frank Viereckl
Leiter Konzernkommunikation
LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
T 0341 355300-25
E frank.viereckl@L.de
I www.L.de

Pressekontakt VNG

Doreen Wallborn
Hauptreferentin Presse und Medien
VNG-Gruppe
T 0341 443-2107
E Doreen.Wallborn@vng.de
www.vng-gruppe.de

Hintergrund

Die enviaM-Gruppe ist der führende regionale Energiedienstleister in Ostdeutschland. Der Unternehmensverbund versorgt rund 1,4 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Energie-Dienstleistungen. Zur Unternehmensgruppe mit rund 3.500 Beschäftigten gehören die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, sowie weitere Gesellschaften, an denen enviaM mehrheitlich beteiligt ist. Gemeinsam gestalten sie die Energiezukunft für Ostdeutschland. Anteilseigner der enviaM sind mehrheitlich die innogy SE sowie rund 650 ostdeutsche Kommunen.

Die LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH steuert mit ihrer strategischen Management- Funktion die Leipziger Gruppe. In ihren Kerngeschäftsfeldern Energie, Mobilität und Wasser erbringt die Leipziger Gruppe wichtige Leistungen der Daseinsvorsorge und ist darüber hinaus Impulsgeber für die Stadtentwicklung. Als kommunaler Versorger trägt sie in Leipzig und der Region Verantwortung für weit mehr als 600.000 Menschen und ist mit rund 4.600 Beschäftigten nach der Kommune selbst der größte Arbeitgeber in Leipzig.

Die VNG-Gruppe mit der in Leipzig ansässigen Muttergesellschaft VNG - Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft ist ein Unternehmensverbund der europäischen Gaswirtschaft mit rund 20 vollkonsolidierten Gesellschaften in acht Ländern. Das Kerngeschäft gliedert sich in die vier Geschäftsbereiche Exploration & Produktion, Handel & Vertrieb, Transport sowie Speicher. Die VNG-Gruppe beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Umsatz von rund 7,2 Milliarden Euro.