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enviaM-Vorstand (v. l.) Ralf Hiltenkamp, Tim Hartmann und Dr. Andreas Auerbach

Die Mitglieder des Vorstandes im Gespräch

Herr Hartmann, wie fällt die Bilanz der enviaM-Gruppe für das Jahr 2015 aus?

Hartmann: Das Jahr 2015 ist trotz aller Herausforderungen für die enviaM-Gruppe insgesamt gut verlaufen. Wir konnten unsere Position als führender regionaler Energiedienstleister in Ostdeutschland erfolgreich verteidigen. Sowohl im Vertrieb und Energiehandel als auch in den Bereichen Netz und Erzeugung haben wir unsere Ziele erreicht. Dies ist angesichts des Wettbewerbs- und Regulierungsdrucks sowie der schwierigen politischen Rahmenbedingungen alles andere als selbstverständlich. Das war nur durch den hohen Einsatz unserer Mitarbeiter und zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen möglich. Davon profitieren neben unseren Kunden und Mitarbeitern selbstverständlich auch die Anteilseigner der enviaM.

Ihr Geschäftsbericht für das Jahr 2015 trägt die Überschrift ökologisch – partnerschaftlich – innovativ. Wie tragen Sie dem Rechnung?

Hartmann: Wir haben uns 2015 auf diese drei Leitwerte verständigt, daran richten wir unsere Strategie und sämtliche Aktivitäten der Unternehmensgruppe aus. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir dafür an vielen Punkten die Weichen gestellt. So tragen wir auch der rasch fortschreitenden Energiewende Rechnung: Ging es im ersten Schritt darum, die Energieversorgung ökologisch zu machen, arbeiten wir nun im zweiten Schritt daran, die Energieversorgung effizienter und intelligenter zu betreiben.

Sie haben von wichtigen Weichenstellungen gesprochen. Können Sie uns ein konkretes Beispiel nennen?

Dr. Auerbach: Wir werden die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Dazu haben wir ein Investitionsprogramm von 250 Millionen Euro aufgelegt. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen. Wir haben in Ostdeutschland 2015 Anteile an drei neuen Windparks erworben. Bereits beschlossen ist, dass wir 2016 in Brandenburg unseren ersten Photovoltaikpark in Guben errichten werden.

Der stete Wandel der Energieversorgung verlangt der Belegschaft der enviaM-Gruppe ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft ab. Sind die Mitarbeiter darauf vorbereitet?

Hiltenkamp: Wir verfügen über sehr kompetente und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind es gewohnt, mit Veränderungen umzugehen. Ob Privatisierung, Liberalisierung, Regulierung oder heute die Energiewende – der Wandel ist zur Konstanten geworden. Unter dem Motto „anders denken, anders machen“ haben wir ein Programm aufgelegt, das die Veränderungsbereitschaft in die richtigen Bahnen lenken soll. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, den Wandel der Energieversorgung bei allen Risiken vor allem als Chance für die positive Weiterentwicklung unseres Unternehmensverbundes und damit das eigene Fortkommen zu sehen und sich entsprechend einzubringen.

Herr Hartmann, lassen Sie uns zum Schluss noch den Blick nach vorn richten: Was wird das Jahr 2016 für die enviaM-Gruppe bringen?

Hartmann: Wir gehen optimistisch in das neue Geschäftsjahr und streben auch 2016 ein gutes Ergebnis an. Ein Unsicherheitsfaktor sind die politischen Rahmenbedingungen. Hier wünschen wir uns, wie die gesamte Energiewirtschaft, mehr Berechenbarkeit, um langfristig besser planen zu können.

Unsere strategische Ausrichtung ökologisch – partnerschaftlich – innovativ erfüllen wir weiter mit Leben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der partnerschaftlichen Umsetzung unserer Projekte gemeinsam mit den Kommunen, Unternehmen und Bürgern der Region. Nur so können wir die Energiewende hier weiter voranbringen und die regionale Wertschöpfung sichern.