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enviaM-Vorstand (v. l.) Ralf Hiltenkamp, Tim Hartmann und Dr. Andreas Auerbach

Der Vorstand im Interview

Herr Hartmann, wie ist das Geschäftsjahr für die enviaM-Gruppe verlaufen und was bedeutet das für die Anteilseigner?

Hartmann: Die enviaM-Gruppe bewegt sich in Zeiten der Energiewende auf stabilem Kurs. Dies ist uns trotz des wachsenden Regulierungsdrucks und der anhaltend hohen Kosten für den Ausbau unserer Stromnetze gelungen. Die Anteilseigner profitieren auch in diesem Geschäftsjahr von einer attraktiven Dividende. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren Vorsorge getroffen. Die Beteiligung der Kommunen an der enviaM ist heute und in Zukunft eine werthaltige Kapitalanlage. 

Ihr Geschäftsbericht für das Jahr 2016 trägt die Überschrift ökologisch – partnerschaftlich – innovativ. Wie tragen Sie dem Rechnung?

Hartmann: An diesen drei Leitwerten richten wir sämtliche Unternehmensaktivitäten aus. Wir haben im Berichtsjahr den Ausbau der regenerativen Energien weiter vorangetrieben, zum Beispiel mit der Inbetriebnahme des Windparks Kolkwitz und des Solarparks in Guben. Wir arbeiten partnerschaftlich mit unseren Kunden, Kommunen sowie weiteren Stakeholdern zusammen. Dafür stehen zum Beispiel unsere fünf Energieeffizienznetzwerke. Nicht zuletzt treiben wir innovative Projekte zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder voran, um neue Einnahmequellen zu erschließen.

Die Digitalisierung ist neben der Dezentralisierung und Dekarboniserung der aktuelle Megatrend der Energiewende. Wie beeinflusst sie die enviaM-Gruppe?

Dr. Auerbach: Die Digitalisierung ist der Wegbereiter für neue Technologien, die die Energieversorgung intelligenter und effizienter machen. Sie eröffnet neue Wachstumsfelder, die sich positiv auf unser Unternehmen, unsere Anteilseigner, Kunden und Mitarbeiter auswirken werden. Die enviaM-Gruppe treibt daher die Digitalisierung als führender regionaler Energiedienstleister in Ostdeutschland voran. Wir werden die Chancen der Digitalisierung zum Wohle der enviaM-Gruppe und der Region nutzen.

Wie wollen Sie das angehen?

Dr. Auerbach: Wir arbeiten eng mit Akteuren aus der Region zusammen. Ein wichtiger Meilenstein ist der Ende 2016 unterzeichnete Kooperationsvertrag mit dem Dresdner Unternehmen Kiwigrid, welches eine der führenden Energie-Plattformen für die digitale Energieversorgung in Deutschland aufbaut. Gemeinsam mit Kiwigrid und anderen Partnern entwickeln wir in Ostdeutschland das Internet der Energie. Unser Ziel ist es, Energie- und Datenflüsse miteinander zu vernetzen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Digitalisierung im Messwesen.

Ein weiteres Zukunftsthema ist die Elektromobilität. Wie bringt sich die enviaM-Gruppe hier ein?

Hiltenkamp: Wir sind in zahlreichen Projekten aktiv. Wir treiben zum Beispiel den Ausbau des Schnellladesäulen-Netzes für Elektrofahrzeuge in Ostdeutschland voran. Im Rahmen des europäischen Projekts Fast-E werden wir bis Ende 2017 zehn Stromladestellen an Verkehrsknotenpunkten errichten. In Thüringen arbeiten wir zudem zusammen mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen an der Entwicklung eines intelligenten Lade- und Fuhrparkmanagements für Elektrofahrzeuge und testen dieses bei ambulanten Pflegediensten.

Herr Hartmann, lassen Sie uns zum Schluss noch den Blick nach vorn richten: Was wird das Jahr 2017 für die enviaM-Gruppe bringen?

Hartmann: Wir gehen optimistisch in das neue Geschäftsjahr und streben auch 2017 ein gutes Ergebnis an. Unsere strategische Ausrichtung „ökologisch – partnerschaftlich – innovativ“ erfüllen wir weiter mit Leben. Ein Schwerpunkt liegt im Jahr 2017 auf der Digitalisierung. Sie bringt für uns als Energieversorger und die gesamte Region neue Entwicklungschancen. Gemeinsam mit Partnern aus der Region werden wir deshalb die Digitalisierung vorantreiben und das Internet der Energie im Osten gestalten.