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Pressemitteilung | MITNETZ STROM

MITNETZ STROM stellt Mittelspannungsnetz im Landkreis Mittelsachsen von 15 auf 20 kV um

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Der Verteilnetzbetreiber MITNETZ STROM stellt im Zeitraum vom 7. bis 18. September 2026 im Einzugsbereich des Umspannwerkes Kriebethal im Landkreis Mittelsachsen die Systemspannung der Mittelspannungsebene von 15 auf 20 Kilovolt (kV) um. Die Maßnahme ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung und langfristigen Weiterentwicklung des regionalen Stromnetzes. Die betroffenen Kommunen werden seit Jahrzehnten über ein Mittelspannungsnetz mit 15 kV versorgt. Mit der Umstellung auf 20 kV wird das Netz auf eine heute weit verbreitete Spannungsebene ausgerichtet, die auch in vielen europäischen Stromnetzen eingesetzt wird. Dafür müssen alle Ortsnetztrafostationen in den betreffenden Orten ertüchtigt und zum Teil Mittelspannungskabel und -leitungen erneuert werden.

Geplante Versorgungsunterbrechungen während der Umstellung

Für die technische Umsetzung der Spannungsumstellung sind vom 7. bis 18. September 2026 zeitweise Unterbrechungen der Stromversorgung erforderlich. Betroffen sind folgende Orte: Aitzendorf, Altgeringswalde, Arras, Aschershain, Beerwalde, Diedenhain, Dittmannsdorf, Flemmingen, Geringswalde, Hartha, Heiligenborn, Hermsdorf, Höfchen, Holzhausen, Hoyersdorf, Kriebethal, Massanei, Neumilkau, Neuwallwitz, Neuzschaagwitz, Reinsdorf, Schönberg, Schweikershain und Waldheim. Die Abschaltungen beginnen jeweils 8 Uhr und sind grundsätzlich bis 15 Uhr geplant. Aufgrund der erforderlichen Abstimmung und Staffelung der einzelnen Arbeitsschritte kann es zu Verschiebungen der tatsächlichen Abschaltzeiten kommen. „Wir haben bereits einige Spannungsumstellungen in unserem Netzgebiet durchgeführt. Dabei bemühen wir uns immer, die Dauer der Unterbrechungen und damit die Auswirkungen auf Haushalte, Unternehmen und weitere Netzkunden so gering wie möglich zu halten“, betont Jörg Naumann, Leiter Projektmanagement bei MITNETZ STROM. Die notwendigen Unterbrechungen erfolgen im Rahmen betriebsnotwendiger Arbeiten entsprechend Paragraf 17 der Niederspannungsanschlussverordnung. Demnach kann die Anschlussnutzung unterbrochen werden, soweit dies zur Vornahme betriebsnotwendiger Arbeiten erforderlich ist.

Empfehlungen für Haushalte und Unternehmen

Während einer geplanten Versorgungsunterbrechung (GVU) sollten empfindliche elektrische Geräte vorsorglich vom Stromnetz getrennt oder ausgeschaltet werden. Dies betrifft beispielsweise Computer- und EDV-Anlagen, TV- und SAT-Anlagen, Heizungssteuerungen sowie Telefone.

Die Geräte sollten erst nach vollständiger Wiederherstellung der Stromversorgung wieder in Betrieb genommen werden.

Auch während der Unterbrechung sind elektrische Anlagen grundsätzlich als unter Spannung stehend zu betrachten.

MITNETZ STROM hat im Vorfeld bereits die Kommunalverwaltungen über die Spannungsumstellung in Kenntnis gesetzt. Die Stromanschlussnehmer sind zudem per Post oder E-Mail informiert worden. Weitere Informationen zur Spannungsumstellung können bei den Verwaltungen der betreffenden Kommunen eingeholt werden. Informationen zu den GVU gibt es zudem bei MITNETZ STROM online unter
https://services.mitnetz-strom.de/versorgungsunterbrechung sowie telefonisch unter 03731.704563 (Standort Freiberg) und 03437.994201 (Standort Grimma).

20 kV als etablierter Standard für moderne Mittelspannungsnetze

Hintergrund: Die Vereinheitlichung von Spannungsebenen spielt für die Weiterentwicklung der europäischen Strominfrastruktur eine wichtige Rolle. 20 kV Mittelspannung hat sich in Europa als gängiger Standard durchgesetzt. Die Orientierung an einer einheitlicheren Spannungsebene erleichtert MITNETZ STROM langfristig die Planung, Beschaffung und den Einsatz standardisierter Netzkomponenten. Damit schafft die Umstellung zugleich bessere Voraussetzungen für eine optimierte Weiterentwicklung des Stromnetzes. Ein wesentlicher Vorteil der Spannungserhöhung liegt in der effizienteren Übertragung elektrischer Energie. Bei gleicher elektrischer Leistung sinkt mit steigender Spannung der erforderliche Strom. Dadurch reduzieren sich die elektrischen Verluste in den Leitungen. Gleichzeitig steht dem Netz eine höhere Übertragungsfähigkeit zur Verfügung. Dies ist insbesondere mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Stromversorgung von Bedeutung. Steigende Einspeisungen aus erneuerbaren Energien, neue Verbrauchsanlagen und die zunehmende Elektrifizierung von Wärme und Mobilität stellen wachsende Anforderungen an die Verteilnetze. Ein leistungsfähiges Mittelspannungsnetz schafft hierfür zusätzliche technische Reserven. Neben der höheren Übertragungsfähigkeit bietet die Umstellung weitere Vorteile für den Netzbetrieb: Standardisierte Spannungsebenen vereinfachen die Planung und Instandhaltung und ermöglichen einen effizienteren Einsatz entsprechender Netzbetriebsmittel. Die Maßnahme trägt damit dazu bei, das regionale Stromnetz langfristig leistungsfähig und zukunftssicher auszurichten.

Pressekontakt

Hagen Ruhmer

Hagen Ruhmer

Chemnitztalstraße 13 09114 Chemnitz
T 0162 2 75 07 92 LinkedIn

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als einer der größten regionalen Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von fast 71.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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