Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Energiewende in Europa

Klimawandel und Umweltzerstörung bedrohen Europa und die Welt. Der European Green Deal ist ein von der Europäischen Kommission Ende 2019 verkündetes Konzept, um in der Europäischen Union bis 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren.

EU-Fahnen wehen vor Gebäude

European Green Deal – Europas Weg zur Klimaneutralität

Mit dem europäischen Grünen Deal soll der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft geschaffen werden.

Ein Drittel der Investitionen aus dem Aufbaupaket "NextGenerationEU" und dem Siebenjahreshaushalt der EU mit einem Umfang von insgesamt 1,8 Billionen Euro fließt in den Grünen Deal.

Vorteile des European Green Deal

Fit for 55

"Fit for 55" ist ein erstes großes Maßnahmenpaket zur Umsetzung des European Green Deal. Es verfolgt das Zwischenziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.

Damit sichert uns der europäische Grüne Deal ein besseres und gesünderes Leben durch:

Das Maßnahmenpaket beruht auf drei Säulen. So wird es neben der Überarbeitung und Erweiterung des zentralen EU-Zertifikatehandels für Treibhausgasemissionen eine Verschärfung der Ziele und Regeln in verschiedenen Bereichen geben.

Um mögliche soziale Ungleichgewichte auszugleichen, wird das "Fit for 55"- Maßnahmenpaket vom europäischen Klima-Sozialfond abgerundet.

Richtlinien und Verordnungen

Elektromobilität in Europa

Die Elektromobilität hat weiter an Fahrt aufgenommen und entwickelt sich in keinem anderen europäischen Land so schnell wie in Deutschland. Jedes dritte 2021 in Europa neu zugelassene E-Auto fährt auf deutschen Straßen. Die Zahl der Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen stieg um 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Große europäische Märkte für reine Elektrofahrzeuge sind außerdem Großbritannien, Frankreich und Norwegen.

E-Autos in Europa

Allerdings verlangt eine Fahrt mit dem Elektroauto durch Europa im Moment noch deutlich mehr Planung als mit einem Verbrenner. Die Suche nach der nächsten Ladestation kann in einigen Ländern zur Herausforderung werden und auch der Umgang mit unterschiedlichen Ladestandards und Bezahlsystemen erschwert die grenzüberschreitende Fortbewegung.

An der neuen Mobilität führt jedoch kein Weg vorbei. Denn seit 2009 gelten strengere Maßstäbe für die CO2-Emissionen von PKW in der Europäischen Union. Außerdem werden diese für Neufahrzeuge regelmäßig verschärft. Der Druck auf die Länder sowie die Automobilhersteller ist hoch.

Doch welchen Weg gehen die einzelnen Länder?

Norwegen

Norwegen gilt als Vorreiter der Elektromobilität in der EU: Inzwischen entfallen 60 Prozent der Neuzulassungen auf vollelektrisch angetriebene Fahrzeuge, weitere 15 Prozent auf Plug-in-Hybride. Bereits seit 1990 sind Käufer von Elektroautos von der Kfz-Kaufsteuer sowie der Mehrwertsteuer befreit. Darüber hinaus können E-Auto-Besitzer kostenlos Fähren benutzen, auf entsprechend ausgewiesenen Parkplätzen parken und die Straßenmaut entfällt.

Niederlande

Die Niederlande setzen auf eine dichte Ladeinfrastruktur und Steuerfreiheit für reine Elektroautos.

Frankreich

Frankreich will bis 2040 den Verkauf von Benzinern und Diesel-Fahrzeugen stoppen. Die Zahlung einer Abwrackprämie ist an den Kauf eines E-Autos gekoppelt.

Französische Autorhersteller nehmen eine europäische Vorreiterrolle ein.  Ihre Produktpalette weist einen hohen Anteil an elektrischen Modellen auf.

Schweden

Schweden hat die Einführung von Elektroautos zunächst mit einer fünfjährigen Befreiung von der KfZ-Steuer subventioniert. Seit 2020 gilt außerdem ein Bonus-Malus-System: Wenn die CO2-Emissionen eines Neuwagens weniger als 60 Gramm pro Kilometer betragen, erhält der Käufer bis zu 5.700 Euro. Analog dazu zahlen Käufer von Fahrzeugen mit mehr als 95 Gramm pro Kilometer höhere Steuern.

enviaM-Gruppe unterstützt Energiewende in Europa

EU-SysFlex –  innovative Lösungen für ein stabiles Energiesystem

Die erneuerbaren Energien sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa im Aufwind. Bis 2030 sollen 50 Prozent des Strombedarfs in der Europäischen Union durch Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und andere erneuerbare Energiequellen gedeckt werden. Um die Stromversorgung angesichts dessen auch künftig sicher zu gestalten, wurde das Projekt "EU-SysFlex" aufgelegt. An ihm sind 15 europäische Länder beteiligt, in denen erforscht wird, wie der Strom auch weiterhin zuverlässig vom Erzeuger zum Verbraucher transportiert werden kann.

MITNETZ STROM gehört in Deutschland zu den sogenannten Demonstratoren, die sich an EU-SysFlex beteiligen. Dieser Demonstrator wurde im Januar 2021 in Betrieb genommen. Im Rahmen des Projekts sollte er zeigen, wie Flexibilitäten aus dezentraler Energieerzeugung aus dem Hochspannungsnetz an den Übertragungsnetzbetreiber bereitgestellt werden können, ohne die Netzstabilität im Verteilnetz zu gefährden. Dieses Ziel hat der Demonstrator erreicht.

EU-SysFlex

Länder 15
Partner 33 (Übertragungs- und Verteilernetzbetreiber, Technologieanbieter, Aggregatoren, Beratungsunternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen)
Projektstart

November 2017

Förderung 20,5 Millionen Euro (EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020)