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Wie viel Strom verbraucht das Internet?

Weltweit nutzen rund 5,56 Milliarden Menschen das Internet. Das entspricht knapp 68 Prozent der Weltbevölkerung. Möglich machen dies unzählige Rechenzentren. Auf tausenden von Servern liegen die Daten, auf die wir 24 Stunden am Tag zugreifen. Was so selbstverständlich erscheint, erfordert aufwändige Technologien und zieht einen enormen Stromverbrauch nach sich.

Stromverbrauch Internet

Wie entsteht der Stromverbrauch des Internets?

Viele Menschen fragen sich, ob das Internet selbst Strom verbraucht. Tatsächlich entsteht der Energiebedarf vor allem durch die technische Infrastruktur, die hinter digitalen Diensten steht.
Wenn wir im Internet surfen, Videos streamen, E-Mails versenden oder KI-Anwendungen nutzen, werden Daten über Telekommunikationsnetze übertragen, in Rechenzentren verarbeitet und auf Endgeräten dargestellt. Alle diese Komponenten benötigen Strom.

Die größten Verbraucher sind:

  • Rechenzentren, in denen Daten gespeichert und verarbeitet werden
  • Telekommunikationsnetze, die Daten zwischen Nutzern und Servern übertragen
  • Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Laptops, Fernseher oder Spielkonsolen

Je mehr Daten übertragen und verarbeitet werden, desto höher ist der Energiebedarf der digitalen Infrastruktur. Besonders datenintensive Anwendungen wie hochauflösendes Video-Streaming, Cloud-Dienste, Online-Gaming und künstliche Intelligenz sorgen für einen steigenden Stromverbrauch.

Rechenzentren und KI: Warum der Strombedarf wächst

Die Digitalisierung durchdringt immer mehr Lebensbereiche. Unternehmen speichern Daten in der Cloud, Menschen nutzen Streaming-Dienste und immer mehr Anwendungen setzen auf künstliche Intelligenz.

Dadurch steigt die Nachfrage nach Rechenleistung weltweit deutlich an. Rechenzentren entwickeln sich zunehmend zu den digitalen Kraftwerken unserer Gesellschaft. Hier werden Suchanfragen verarbeitet, Videos bereitgestellt, Cloud-Anwendungen betrieben und KI-Modelle trainiert.

Besonders künstliche Intelligenz erhöht den Energiebedarf. Das Training großer Sprachmodelle und der Betrieb von KI-Anwendungen erfordern leistungsstarke Spezialprozessoren und enorme Rechenkapazitäten.

Experten erwarten deshalb, dass sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppeln könnte. Gleichzeitig arbeiten Betreiber an effizienteren Servern, innovativen Kühlsystemen und einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien. Ziel ist es, den wachsenden Bedarf an digitalen Diensten möglichst energieeffizient bereitzustellen.

Der Trend geht dabei zu immer größeren, sogenannten Hyperscale Rechenzentren. Diese haben die Größe von mehreren Fußballfeldern und den Stromverbrauch einer Kleinstadt. Anfang 2024 überschritt die Zahl dieser Datacenter weltweit die Marke von 1.000 Anlagen.

In Deutschland verbrauchen Rechenzentren derzeit rund 20 Terawattstunden Strom pro Jahr. Hinzu kommt der Energiebedarf der Telekommunikationsnetze und der Milliarden Endgeräte.

Gaming, Streaming & Co.

Gamer beim Spiel am Computer, eSports

Aktuell machen Videoinhalte deutlich mehr als die Hälfte des gesamten Internetdatenverkehrs aus. Dazu zählen Streamingdienste, Videoplattformen, soziale Netzwerke und Live-Übertragungen. Hochauflösende Inhalte in Full-HD, 4K und zunehmend auch KI-generierte Medien erhöhen die Datenmengen kontinuierlich. Musikstreaming trägt dagegen nur einen vergleichsweise kleinen Anteil zum Datenaufkommen bei.

Auch die Gaming-Industrie sorgt für einen hohen Stromverbrauch. Weltweit spielen 3,3 Milliarden Menschen Videospiele. Hierzulande greift mehr als die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig zu Konsole, PC oder Smartphone - nämlich 37,5 Millionen.

Zahlen & Fakten zur Internetnutzung

5,56 Mrd.

Internet-Nutzer weltweit
400 min

Internetnutzung pro Tag weltweit

5,24 Mrd.

Social Media-Nutzer weltweit

6,8
Anzahl genutzter Social Media-Plattformen
141 min

Social Media-Nutzung pro Tag weltweit

78,9 Mio.

Internet-Nutzer in Deutschland

198 min

Internetznutzung pro Tag in Deutschland
65,5 Mio.

Social Media-Nutzer in Deutschland

Glasfaser, Stromverbrauch Internet

Nachhaltige Nutzung des Internets

Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Mailen, Surfen und Streamen sehr viel Energie benötigt. Und das hat Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß. Der Energieverbrauch beim Streaming hängt von Auflösung, Endgerät, Netztechnologie und Strommix ab. Während Smartphones vergleichsweise wenig Energie benötigen, steigt der Verbrauch bei großen Fernsehern und hochauflösenden 4K-Inhalten deutlich an.

Angesichts solcher Datenmengen und den damit zusammenhängenden Treibhausgasemissionen sollte jeder Einzelne sein Online-Verhalten hinterfragen. Mit einigen Tipps und Tricks fällt die Internetnutzung nachhaltiger aus.

Datendienste in der enviaM-Gruppe

Datacenter Leipzig enviaTEL

Mit seinem Datacenter Campus in Taucha bei Leipzig betreibt der Telekommunikationsdienstleister envia TEL zwei der modernsten Rechenzentren Europas. Die Datacenter Leipzig 1 und 2 bieten höchste Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit: Sämtliche kritischen Versorgungssysteme sind redundant ausgelegt und gewährleisten einen zuverlässigen Betrieb rund um die Uhr.

Ein umfassendes Sicherheitskonzept mit modernster Klima- und Brandschutztechnik sowie einer 24/7-Überwachung durch die eigene Leitstelle direkt vor Ort schützt die sensiblen Daten und Systeme der Kunden. Das Datacenter Leipzig 2 erfüllt dabei die Anforderungen der zweithöchsten Sicherheitsstufe der europäischen Rechenzentrumsnorm EN 50600.

Für den Bau des Rechenzentrums investierte envia TEL 14 Millionen Euro. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern bietet der Campus Platz für bis zu 40.000 Server. Unternehmen profitieren von flexiblen Lösungen für ihre IT-Infrastruktur: vom einzelnen Serverschrank über individuelle Hochsicherheitsbereiche bis hin zu leistungsstarken Cloud-Anbindungen. So entstehen maßgeschneiderte Umgebungen für die sichere Verarbeitung und Speicherung von Daten.

FAQ Stromverbrauch Internet

Verbraucht das Internet Strom?

Ja. Strom wird für den Betrieb von Rechenzentren, Telekommunikationsnetzen und den Endgeräten der Nutzer benötigt. Ohne diese Infrastruktur wären digitale Dienste wie Webseiten, Streaming-Plattformen oder Online-Shops nicht nutzbar.

Was verursacht den größten Stromverbrauch im Internet?

Einen großen Anteil am Energiebedarf haben Rechenzentren und Endgeräte. Besonders datenintensive Anwendungen wie Video-Streaming, Cloud-Dienste, Online-Gaming und künstliche Intelligenz benötigen erhebliche Rechen- und Übertragungsleistungen.

Warum benötigen Rechenzentren so viel Energie?

In Rechenzentren laufen rund um die Uhr tausende Server. Diese speichern und verarbeiten Daten, betreiben Anwendungen und stellen digitale Dienste bereit. Zusätzlich wird Energie für Kühlung, Sicherheitssysteme und die Stromversorgung benötigt.

Wie beeinflusst künstliche Intelligenz den Stromverbrauch?

KI-Anwendungen benötigen große Rechenleistungen. Vor allem das Training und der Betrieb großer KI-Modelle erfordern leistungsstarke Rechenzentren und erhöhen damit den Strombedarf der digitalen Infrastruktur.

Was verbraucht mehr Strom: Streaming oder Surfen?

Das Ansehen von Videos verursacht in der Regel deutlich mehr Datenverkehr als das Lesen von Webseiten oder das Versenden von E-Mails. Je höher die Bildqualität und je größer das Endgerät, desto höher fällt meist auch der Energiebedarf aus.

Ist Video-Streaming klimaschädlich?

Der Energieverbrauch beim Streaming hängt von mehreren Faktoren ab, etwa von der Auflösung, dem Endgerät, der Dauer der Nutzung und dem Strommix. Wer energieeffiziente Geräte nutzt oder die Auflösung reduziert, kann den Energiebedarf senken.

Welche Rolle spielen Rechenzentren für die Energiewende?

Rechenzentren ermöglichen viele digitale Anwendungen, die für die Energiewende wichtig sind. Dazu gehören intelligente Stromnetze, die Integration erneuerbarer Energien, Energiemanagementsysteme und digitale Steuerungstechnologien.

Wird der Stromverbrauch des Internets künftig weiter steigen?

Experten gehen davon aus, dass der Strombedarf der digitalen Infrastruktur in den kommenden Jahren weiter zunimmt. Gründe sind die zunehmende Nutzung von Cloud-Diensten, Streaming-Angeboten, vernetzten Geräten und Anwendungen der künstlichen Intelligenz.

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