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Energieeffizienz

Weltweit wächst die Nachfrage nach Energie. Die Folge sind steigende Preise. Hinzu kommen Unsicherheiten in Förder- und Transitländern. Die Verbrennung von fossilen Energieträgern beschleunigt den Klimawandel. Das alles steht in starkem Gegensatz zu den Zielen der Energiewende in Deutschland und der Energie- und Klimapolitik in Europa. Um unabhängiger von Energieimporten zu sein, Energieverteilungskonflikten entgegenzuwirken und den CO2-Ausstoß zu mindern, ist mehr Energieeffizienz erforderlich.

Grafik Energieeffizienz

Keine Energiewende ohne Energieeffizienz

Energieeffizienz lohnt sich in vielerlei Hinsicht: Denn die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Die Energiewende in Deutschland gelingt nur, wenn die Energieeffizienz gesteigert und der Energieverbrauch gesenkt werden. Das heißt, die gesteckten Ziele mit möglichst wenig Energie zu erreichen und den verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Energien zu decken. Um die Energieeffizienz zu fördern, sind einerseits ein Umdenken und andererseits Investitionen erforderlich.

Politische Rahmenbedingungen: Energieeffizienzstrategie 2050

Mit der Energieeffizienzstrategie 2050 legt die Bundesregierung erstmals ein Ziel für die Senkung des Primärenergieverbrauchs bis 2030 fest und bündelt entsprechende Maßnahmen. Ziel ist, die deutsche Wirtschaft weltweit zur energieeffizientesten Volkswirtschaft zu machen und dabei den Primärenergieverbrauch bis 2050 drastisch zu senken.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde im Dezember 2019 die Energieeffizienzstrategie 2050 (EffSTRA) verabschiedet. Diese basiert auf drei Elementen:

Nationales Energieeffizienzziel für 2030

Bis zum Jahr 2030 soll der Primärenergieverbrauch um 30 Prozent sinken (im Vergleich zu 2008). 

Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE 2.0)

Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) wurde bereits 2014 ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um die Potenziale für Energieeffizienz in Deutschland besser auszuschöpfen. Doch die bis heute erzielten Verbrauchsminderungen müssen verstärkt werden, um die für 2030 und 2050 gesetzten Energieeffizienzziele zu erreichen.

Aus diesem Grund bündelt die Energieeffizienzstrategie 2050 eine Vielzahl wirksamer Effizienzmaßnahmen für die Dekade 2021 bis 2030 im neuen Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE 2.0). So schafft beispielsweise die zum Jahresbeginn 2020 eingeführte steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung spürbare Anreize für mehr Energieeffizienz in Wohngebäuden. Darüber hinaus sind mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die bestehenden Gebäudeförderprogramme gebündelt. Hinzu kommen Maßnahmen wie das nationale Emissionshandelssystem im Wärme- und Verkehrssektor, die Stärkung des Energiespar-Contractings, die Entwicklung innovativer Finanzierungsangebote und die Weiterentwicklung der Energieeffizienznetzwerke.

Roadmap Energieeffizienz 2050

Mit der "Roadmap Energieeffizienz 2050" sollen gemeinsam mit Verbänden der Wirtschaft und Zivilgesellschaft, den Bundesländern und Vertretern der Wissenschaft Wege zur drastischen Senkung des Primärenergieverbrauchs bis 2050 analysiert und konkrete Maßnahmen bis 2030 und 2050 entwickelt werden.

Energiesparen in den eigenen vier Wänden

Der Energieverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland stieg von 1990 bis 2020 um 1,2 Prozent. Allerdings vergrößerte sich die Wohnfläche im gleichen Zeitraum um 36,9 Prozent. Damit ist der Energieverbrauch, verglichen mit der bewohnten Fläche, um 25,7 Prozent zurückgegangen.

Die meiste Energie – nämlich über zwei Drittel - verbraucht die Raumwärme. Weitere Energie wird für Warmwasser, zum Kochen oder Waschen sowie zum Kühlen und Gefrieren von Lebensmitteln aufgewendet.

Einsparpotenzial gibt es genügend. Haushalte müssen zukünftig sehr viel effizienter und intelligenter mit Energie umgehen. Gefragt ist ein Energiemanagement, das neben dem Energiesparen viele weitere Aspekte wie den Kauf energieeffizienter Geräte und Anlagen oder energieeffizientes Bauen und Sanieren umfasst.

Jeder kann und muss mitmachen. Schon einfache Maßnahmen helfen, Energie und damit auch Geld zu sparen.

Energiespartipps Wohnzimmer

Energiespartipps Schlafzimmer

Energiespartipps Küche

Energiespartipps Bad

Energiespartipps Arbeitszimmer

Energieeffizienzklassen

Energieverbrauchskennzeichnungen machen den Verbrauch von Produkten sichtbar und sollen Kunden anregen, energieeffiziente Waren zu wählen. Seit März 2021 gibt es ein neues EU-Energielabel, welches bis 2030 nach und nach über alle Produktklassen hinweg eingeführt wird. In den letzten Jahren haben technische Innovationen zu Verbesserungen bei der Energieeffizienz geführt, so dass sich viele Produkte in den obersten Effizienzklassen befanden und für den Verbraucher kaum Unterschiede zu erkennen waren.

EU-Energielabel, Waschmaschine, klein

Die Neugestaltung des EU-Energielabels stärkt seine Transparenz und Aussagekraft. So erhalten Verbraucher eine verlässliche Entscheidungsgrundlage beim Kauf energieverbrauchender Produkte. Die Farbskala von Dunkelgrün bis Rot ermöglicht eine schnelle Orientierung. An der Klassifizierung in den Gruppen A bis G ändert sich nichts. Was jedoch wegfällt, sind die Pluszeichen hinter dem A. Die Energieeffizienz eines Gerätes wird nur noch mit genau einem Buchstaben dargestellt. Zusätzlich finden sich auf dem Energielabel, je nach Produktgruppe, weitere nützliche Angaben wie beispielsweise der Jahresenergieverbrauch.

Gleichzeitig hat die EU die Hersteller verpflichtet, künftig Ersatzteile länger – ca. zehn Jahre - vorrätig zu halten.

Energieeffizienz in der enviaM-Gruppe

Energieeffizienznetzwerke

Eine wichtige Maßnahme des NAPE ist die Bildung von Energieeffizienznetzwerken. Die enviaM-Gruppe hat seit 2015 bereits mehrere Netzwerke für verschiedene Zielgruppen ins Leben gerufen und fungiert als Netzwerkträger, -moderator und -mitglied. Die ursprüngliche Initiative Energieeffizienz-Netzwerke wurde um die Themen Energiewende, Klimaschutz und Nachhaltigkeit erweitert. Der Fokus liegt aber weiterhin auf der Steigerung der Energieeffizienz. In den kommenden Jahren sollen die Netzwerke dazu beitragen, neun bis elf Terrawattstunden Endenergie oder fünf bis sechs Millionen Tonnen Emissionen einzusparen. 

Energieeffizienznetzwerk

Die Netzwerkteilnehmer erarbeiten gemeinsame Einsparziele und Maßnahmen, die die Energieeffizienz steigern und den CO2-Ausstoß reduzieren. Die Partner profitieren sowohl von individuellen Lösungen als auch von dem gegenseitigen Ideen- und Erfahrungsaustausch. Die regelmäßigen Netzwerktreffen und die Begleitung durch Fachexperten regen den Wissenstransfer untereinander an. Die enviaM-Gruppe unterstützt die Mitglieder als Netzwerkmanager bei der Einführung von Energiemanagementsystemen, berät zu energietechnischen Fragen und informiert zu Fördermöglichkeiten. Schwerpunkte sind die Bereiche Produktion, Gebäude- und Wärmeanalysen, Straßenbeleuchtung und Eigenenergieerzeugung.

Produkte für unsere Kunden

Gebäude-Thermografie

Die Gebäude-Thermografie spürt energetische Schwachstellen in der Bausubstanz der Gebäudehülle auf. Daraus ergeben sich Empfehlungen zu möglichen Sanierungsmaßnahmen. 

Energieausweise

Ob bedarfsorientiert oder verbrauchsorientiert - Energieausweise geben Aufschluss über die energetische Qualität eines Gebäudes und machen den Energieverbrauch transparent. Käufer oder Mieter können somit Objekte besser vergleichen bzw. möglichen Modernisierungsbedarf erkennen. 

Verleih Energiemessgerät

Energiemessgeräte decken Energiefresser im Haushalt auf. Mit Hilfe unserer Checkliste sehen Sie auf einem Blick, welche Ihrer Geräte im Vergleich zu moderneren unnötig viel Strom verbrauchen.

MEIN STROM digital

Mit MEIN STROM digital haben Sie volle Kontrolle über Ihren Stromverbrauch und die Kosten. Per App können Sie sich jederzeit anzeigen lassen, wie viel Energie Ihre Geräte verbrauchen und welche Kosten dabei entstehen. Zusätzlich gibt es täglich eine Stunde Strom zum halben Preis.

Fördermittel

Alle aktuellen Förderungen durch Energieversorger, Gemeinden, Städte, Landkreise, Bundesländer und den Bund finden Verbraucher in unserer Fördermitteldatenbank