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Pressemitteilung | enviaM-Gruppe

Symbolischer erster Spatenstich für Großbatteriespeicher in Dessau-Roßlau: Stadtwerke Dessau und enviaM-Gruppe starten gemeinsames Energieprojekt

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Symbolischer erster Spatenstich für Großbatteriespeicher in Dessau-Roßlau

Die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfordert innovative Lösungen zur Stabilisierung des Stromnetzes. Batteriespeicher spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie helfen, den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix effizient zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund haben die Stadtwerke Dessau und die enviaM-Gruppe gemeinsam ein Projekt für die Entwicklung und den Betrieb eines hochmodernen Großbatteriespeichers in Dessau-Roßlau begonnen. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben die Stadtwerke Dessau und die enviaM-Gruppe heute offiziell das zukunftsweisende Energieprojekt gestartet. Die Anlage soll einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität, Versorgungssicherheit und Integration erneuerbarer Energien in der Region leisten.

Realisiert wird der Speicher, ein sogenanntes Battery Energy Storage System (BESS), durch die gemeinsame Projektgesellschaft AnhaltEcoStore GmbH (AES), die beide Unternehmen im Jahr 2025 eigens für dieses Vorhaben gegründet haben. Errichtet wird die Anlage von INTILION, Spezialist für innovative, modulare und skalierbare Energiespeicherlösungen. Der Batteriespeicher entsteht auf einer rund 1.100 Quadratmeter großen Fläche der Dessauer Stromversorgung GmbH direkt am Umspannwerk in Roßlau und zählt zu den ersten Batteriespeichern dieser Größenordnung in Dessau-Roßlau. Die Anlage verfügt über eine installierte Scheinleistung von rund 14 Megavoltampere (MVA), sowie eine Gesamtspeicherkapazität von rund 34 Megawattstunden (MWh). Rein kapazitätsbezogen kann die Anlage den Tagesbedarf von rund 4.500 Haushalten abdecken. Der Baustart ist für Ende dieses Jahres, die Inbetriebnahme bis Ende 2027 geplant.

„Die schwankende Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie stellt neue Anforderungen an die Stromnetze. Batteriespeicher leisten einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zur effizienten Integration erneuerbarer Energien“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Dino Höll. „Gemeinsam mit unserem erfahrenen Projektpartner enviaM setzen wir in Dessau-Roßlau somit ein zukunftsweisendes Projekt um, das Versorgungssicherheit, Klimaschutz und innovative Energietechnologien miteinander verbindet“, ergänzt Höll.

„Der Großbatteriespeicher ist ein wichtiges Signal für Dessau-Roßlau und die gesamte Region“, sagt Oberbürgermeister Dr. Robert Reck. „Die Energiewende ist eine gemeinsame kommunale Aufgabe, die nur durch starke Partnerschaften zwischen Stadt, kommunalen Unternehmen und der Energiewirtschaft erfolgreich gestaltet werden kann. Deshalb freue ich mich besonders über die enge Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Dessau und enviaM sowie über die damit verbundenen Investitionen in unseren Standort“, so Reck.

Die geplante Batteriespeicheranlage basiert auf einem modular aufgebauten Großspeichersystem mit modernsten Lithium-Ionen-Batteriemodulen. Die Anlage umfasst insgesamt sechs Batteriecontainer mit einer Speicherkapazität von rund 34 MWh und einer installierten Leistung von etwa 14 MVA. Über Wechselrichter- und Transformatorstationen werden die einzelnen Speichereinheiten auf Mittelspannungsebene an das Stromnetz angebunden. Der modulare Aufbau kombiniert Batteriemodule, Leistungselektronik und Transformatorstationen zu eigenständigen Funktionseinheiten, die über eine zentrale Übergabestation zu einem hochflexiblen Gesamtsystem vernetzt werden. 

„Großbatteriespeicher sind ein zentraler Baustein für ein flexibles und klimaneutrales Energiesystem. Mit dem Projekt in Dessau-Roßlau entsteht eine hochmoderne Speicherlösung, die Versorgungssicherheit und Netzstabilität nachhaltig stärkt. Wir freuen uns, dieses zukunftsweisende Vorhaben gemeinsam mit den Stadtwerken Dessau und enviaM als Technologiepartner umzusetzen und unsere Erfahrung im Bereich großskaliger Batteriespeicher einzubringen“, sagt Carl Zoellner, Geschäftsführer der INTILION GmbH.

Als sogenannter Stand-alone-Batteriespeicher verfügt die Anlage über einen eigenen Netzanschluss und kann flexibel Strom aus dem öffentlichen Netz aufnehmen oder einspeisen. Der Speicher wird wirtschaftlich insbesondere im Stromhandel eingesetzt. Dabei nimmt das System bei niedrigen Strompreisen überschüssige Energie aus dem Netz auf und speist diese bei hoher Nachfrage und steigenden Preisen gezielt wieder ein. Auf diese Weise können Preisspitzen abgefedert und kurzfristige Preisverfälle gemildert werden.

Gleichzeitig erfüllt der Batteriespeicher wichtige netzdienliche Funktionen. Überschüssige Energie aus Wind- und Solaranlagen kann gespeichert und bedarfsgerecht wieder ins Netz abgegeben werden. Dadurch lassen sich Netzengpässe reduzieren, erneuerbare Energien effizienter nutzen und Abregelungen vermeiden. Darüber hinaus kann die Anlage Systemdienstleistungen wie Regelleistung bereitstellen und so zur Stabilität und Versorgungssicherheit des Stromnetzes beitragen.

Batteriespeicher als Schlüssel zur Energiewende

Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch liegt aktuell bei rund 58 Prozent (Quelle: Bundesnetzagentur). Bis 2030 soll dieser Wert auf 80 Prozent steigen – das entspricht rund 600 Terawattstunden (TWh) grünen Stroms. Da die Erzeugung aus Wind und Sonne wetterbedingt schwankt, gewinnen leistungsfähige Speicherlösungen zunehmend an Bedeutung. Batteriespeicher gelten in diesem Zusammenhang als Schlüsseltechnologie der Energiewende: Sie machen erneuerbare Energie flexibler nutzbar und helfen, Stromangebot und -nachfrage besser in Einklang zu bringen.

„Großbatteriespeicher werden künftig eine zentrale Rolle für ein klimaneutrales Energiesystem spielen. Das Projekt in Dessau-Roßlau zeigt beispielhaft, wie kommunale Unternehmen und Energiedienstleister gemeinsam innovative Lösungen für die Energiewende entwickeln können. Wir freuen uns, unsere Erfahrung in den Bereichen Speichertechnologie, Netzintegration und Vermarktung in dieses Vorhaben einzubringen“, sagt Dr. Wolfgang Wirtnik, Vorstand Vertrieb und Erzeugung enviaM.

Die enviaM-Gruppe begleitet das Projekt gebündelt durch die Tochtergesellschaft envia THERM über alle Phasen hinweg – von Planung und Netzanschluss über Errichtung und Inbetriebnahme bis hin zu Betriebsführung, Wartung und Vermarktung der Speicherkapazitäten. Mit dem Großbatteriespeicher entsteht in Dessau-Roßlau ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft. Das Projekt unterstreicht die Bedeutung moderner Speichertechnologien für das Gelingen der Energiewende in Mitteldeutschland.

Pressekontakt

Pressesprecherin Evelyn Zaruba

Evelyn Zaruba

Chemnitztalstraße 13 09114 Chemnitz
T 0173 5 61 95 59 LinkedIn

Hintergrund

Stadtwerke Dessau (Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH – DVV – Stadtwerke) sind der kommunale Energieversorger der Stadt Dessau-Roßlau und versorgen die Region mit Strom, Gas, Wärme, Wasser, Telekommunikation, ÖPNV und weiteren Dienstleistungen der Daseinsvorsorge. 

Die enviaM-Gruppe ist einer der führenden regionalen Infrastruktur- und Energiedienstleister in Ostdeutschland. Der Unternehmensverbund versorgt rund 1,1 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Energie-Dienstleistungen. Zur Unternehmensgruppe mit rund 4.500 Beschäftigten gehören die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, sowie weitere Gesellschaften, an denen enviaM mehrheitlich beteiligt ist. Anteilseigner von enviaM sind mehrheitlich die E.ON SE sowie rund 650 ostdeutsche Kommunen.

envia THERM GmbH Die envia THERM GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist eine 100-prozentige Tochter der envia Mitteldeutsche Energie AG. Das Unternehmen entwickelt und betreibt regenerative Erzeugungsanlagen (Bioenergie, Photovoltaik, Wasser und Wind). Darüber hinaus versorgt es als Contracting-Anbieter Kunden in Ostdeutschland mit Fernwärme, Kälte und Prozessdampf aus Gas- und Dampfturbinenanlagen, Heizwerken, dezentralen Blockheizkraftwerken und Heizzentralen.

Die INTILION GmbH mit Sitz in Paderborn ist ein führender Anbieter von Lithium-Ionen-Energiespeichersystemen für Energieversorgungsunternehmen, Stadtwerke und Asset Owner im Bereich der erneuerbaren Energien sowie für die energieintensive Industrie. Als Tochtergesellschaft der HOPPECKE Unternehmensgruppe mit Sitz in Brilon im Sauerland realisiert die INTILION skalierbare Energiespeicherlösungen im Utility-Scale- und im Commercial-&-Industrial-Segment. Mit einem ganzheitlichen Ansatz – vom Systemengineering über Hard- und Softwarelösungen bis hin zur Projektierung sowie umfassenden Service- und Wartungsleistungen – gestaltet INTILION aktiv die Transformation hin zu einer kohlenstofffreien, flexiblen und digitalen Energiebranche.

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