Neubauleitung Herlasgrün-Silberstraße: Ergebnis der Raumverträglichkeitsprüfung steht fest
Die Landesdirektion Sachsen in Chemnitz hat im Rahmen der Raumverträglichkeitsprüfung für das 110-Kilovolt(kV)-Leitungsbauvorhaben Herlasgrün-Silberstraße, 1. Bauabschnitt, ihre Raumordnerische Beurteilung abgegeben. Darin wurde die westliche der drei geprüften Trassenvarianten (Korridorvariante 1) als Vorzugskorridor identifiziert. Die Raumordnerische Beurteilung wurde am 31. März 2026 den Vertreterinnen und Vertretern der betreffenden Kommunen in Kirchberg vorgestellt. Der nun festgelegte Trassenkorridor für die Leitung verläuft vom Einspeisepunkt bei der Stadt Kirchberg westlich entlang der Ortschaften Wolfersgrün, Lauterhofen, Obercrinitz und Herlagrün bis zum Einspeisepunkt bei der Gemeinde Steinberg. Innerhalb eines bis zu 600 Meter breiten Korridors wird im nächsten Schritt die genaue Trassenführung im Rahmen der Feintrassierung bestimmt.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen zur Raumverträglichkeitsprüfung bei den Gemeindeverwaltungen in Hartmannsdorf, Kirchberg, Crinitzberg, Hirschfeld und Steinberg einsehen. Der Auslagezeitraum der Raumordnerischen Beurteilung von mindestens vier Wochen beginnt am 4. Mai 2026. Parallel wird sie währenddessen auch auf der Projektwebseite im Internet zur Verfügung gestellt. MITNETZ STROM beteiligt und informiert die Bürgerinnen und Bürger in der Projektregion bereits seit drei Jahren mit Infomärkten, Werkstätten und Begehungen an dem geplanten Vorhaben. „Wir werden weiterhin transparent und bürgernah über den Fortschritt des Projektes informieren“, betont Nadine Rother, von der Abteilung Genehmigungen und Liegenschaften bei MITNETZ STROM. „Dafür wollen wir die Zeit vor dem Planfeststellungsverfahren, der nächsten Etappe im Genehmigungsprozess, für weitere Informationsangebote und individuelle Gespräche mit den Menschen vor Ort nutzen.“ Der Netzbetreiber organisiert deshalb gemeinsam mit den Kommunen Informationsveranstaltungen. Diese finden am 27.05.2026 um 17 Uhr in Steinberg, am 03.06.2026 um 17 Uhr in Kirchberg sowie am 04.06.2026 um 18 Uhr in Crinitzberg statt. Weitere Details zu genauen Veranstaltungsorten werden in den jeweiligen Amtsblättern veröffentlicht.
Die neue Hochspanungsleitung soll eine südliche Verbindung zwischen den Umspannwerken Herlasgrün und Silberstraße herstellen. Diese Verknüpfung nutzt bereits vorhandene Trassen zwischen Herlasgrün, Auerbach und Steinberg. Der Neubauabschnitt soll künftig die jetzige Netzlücke zwischen Steinberg und dem Raum Kirchberg schließen. Die über 100 Jahre alte 110-kV-Freileitung, die bislang die Umspannwerke Silberstraße und Herlasgrün direkt verbunden hat, ist bereits abgeschaltet und wird in großen Teilen demontiert. Das Vorhaben zur Verbindung der beiden Umspannwerke ist ein wesentlicher Bestandteil des von MITNETZ STROM geplanten Netzkonzeptes zwischen den Hochspannungsnetzen im Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis. Ziel des Netzbetreibers ist es, die Versorgungssicherheit für die Region zu verbessern und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Hochspannungsnetzes zu erhöhen. Zum Netzkonzept Zwickau-Vogtland gehört auch die bereits neu errichtete 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Rotschau (Stadt Reichenbach/Vogtland) und Oberplanitz (Stadt Zwickau). Sie wurde vor wenigen Wochen in Betrieb genommen und verknüpft die Umspannwerke Crossen und Herlasgrün und hat somit ebenfalls die nördliche Lücke im Hochspannungsnetz geschlossen.
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Hintergrund
Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als einer der größten regionalen Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von fast 71.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

