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Pressemitteilung | MITNETZ STROM

Unterschätzte Gefahr - MITNETZ STROM ruft zur Vorsicht bei Feld- und Gartenarbeiten auf

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Der Sommer hat begonnen und damit auch die Erntesaison in der Landwirtschaft. In der warmen Jahreszeit verbringen viele Menschen ihre Freizeit auch gern im Garten.

Vor diesem Hintergrund ruft der Netzbetreiber MITNETZ STROM Landwirte und Gärtner zur besonderen Vorsicht auf. Durch Unachtsamkeit kommt es immer wieder zu Unfällen mit Stromleitungen bei Feld- und Gartenarbeiten. Für die handelnden Personen besteht dann Lebensgefahr. Zudem sind oftmals Stromausfälle die Folge.

Lebensgefährlich und vermeidbar: ein Drittel der Stromausfälle durch Leitungsbeschädigungen

Gut ein Drittel der Störungen im Stromnetz der MITNETZ STROM sind auf Einwirkungen Dritter zurückzuführen. Neben Bagger-, Tiefbau- und Kranarbeiten zählen land- und forstwirtschaftliche Aktivitäten wie Pflug-, Baumfäll- und Erntearbeiten zu den häufigsten Ursachen für beschädigte Leitungen. Auch in privaten Gärten kommt es immer wieder zu Unfällen mit Stromleitungen, vor allem bei Erdarbeiten mit spitzen Gartengeräten oder beim Aufstellen von Zäunen oder Rankhilfen, welche tiefer in die Erde reichen.

Es muss stets damit gerechnet werden, dass unter Gärten und Feldern Stromkabel verlaufen können. Es wird daher empfohlen, sich für die Flächen und Grundstücke eine Plan- und Schachtscheinauskunft beim zuständigen Netzbetreiber einzuholen. MITNETZ STROM erteilt gern Auskunft über den Verlauf und die Lage von Stromleitungen im eigenen Netzgebiet. Die Informationen können jederzeit kostenlos und online eingeholt werden: mitnetz-strom.de/schachtscheinauskunft

Besonders Landwirte sollten bei der Bewirtschaftung ihrer Felder auch oberirdische Strommasten und Leiterseile im Blick behalten und genügend Abstand zwischen den Leitungen und ihren landwirtschaftlichen Maschinen einhalten. Der Sicherheitsabstand beträgt bei einer Niederspannungsleitung mindestens 1 Meter, bei Mittel- und Hochspannungsleitungen mindestens 3 Meter. Eine Berührung von Freileitungen durch Fahrzeuge oder Maschinen birgt eine akute Lebensgefahr. Selbst bei einer unzulässigen Näherung, also dem Unterschreiten der definierten Sicherheitsabstände, kann es zu elektrischen Überschlägen und damit zu lebensgefährlichen Folgen kommen.

Weitere Informationen und Tipps für die Praxis können der Broschüre „Arbeiten im Bereich von elektrischen Anlagen“ entnommen werden, welche MITNETZ STROM kostenfrei auf ihrer Internetseite bereitstellt: mitnetz-strom.de/sicherheitsbroschüre

Das Unternehmen unterstützt Landwirte auf Anfrage auch bei der Aufstellung von Sperrschranken, Schutzgerüsten oder Warnposten.

Handlungshinweise für den Ernstfall

Falls es trotz aller Vorsicht zu Berührungen oder einem Zusammenstoß mit Stromleitungen gekommen ist, sind folgende Hinweise überlebenswichtig:

  • Bei Stromunfällen oder Gefahr im Verzug sollte sofort die Notrufnummer 112 angerufen werden, welche auch die schnelle Abschaltung der Leitung beim Netzbetreiber veranlassen kann.
  • Bei Unfällen mit Fahrzeugen sollte der Führerstand nicht verlassen werden. Man sollte versuchen, den Kontakt zur Leitung zu unterbrechen und das Gerät aus dem Gefahrenbereich zu befördern (mindestens 20 Meter).
  • Gelingt die Entfernung des Fahrzeuges aus dem Gefahrenbereich nicht und/oder ist der Aufenthalt im Fahrzeug nicht mehr möglich, weil es beispielsweise zu brennen beginnt, sollte man nicht wie üblich aussteigen, sondern mit geschlossenen Füßen kontrolliert abspringen. Danach sollte man sich Fuß vor Fuß setzend (geringer Abstand zwischen den Aufsetzpunkten) entfernen. Eine gleichzeitige Berührung von Erdboden und Fahrzeug kann in dieser Situation tödlich sein!
  • Mit Strommasten verunglückten Fahrzeugen oder auf der Erde liegenden Leiterseilen sollte man sich auf keinen Fall nähern, auch wenn der Strom abgeschaltet zu sein scheint.
  • Die Gefahrenstelle sollte im Umkreis von mindestens zwanzig Metern abgesperrt werden.
  • Auch eventuell unter Spannung gesetzte Gegenstände größerer Abmessungen (zum Beispiel Drahtzäune oder Rohrleitungen) sind in die Absperrung mit einzubeziehen. Sich nähernde Personen sind zu warnen.
  • Bei Beschädigungen von Stromleitungen sollte umgehend der zuständige Netzbetreiber informiert werden. Bei MITNETZ STROM steht dafür rund um die Uhr die kostenfreie Entstörungsnummer 0800 2 305070 zur Verfügung.

Pressekontakt

Ansprechpartner Störungskommunikation

David Köster

Industriestr. 10 06184 Kabelsketal
T 0162 2 95 45 09

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als einer der größten regionalen Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von fast 71.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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