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Elektromobilität

Elektromobilität hat eine große Bedeutung für die Energiewende. Sie ist Basis für eine klimafreundliche Form der Mobilität und birgt große wirtschaftliche, umweltpolitische und gesellschaftliche Chancen. Schon im Jahr 2030 könnten weltweit mehr elektrisch angetriebene Autos als Verbrenner verkauft werden. 

Bild zeigt intelligente Ladetechnologie für Elektrofahrzeuge

Die klimafreundliche Zukunft des Autofahrens.

Elektrofahrzeuge können unter anderem zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen. Je nach Wetterlage weichen das Stromangebot aus erneuerbaren Energien und die Nachfrage voneinander ab. Mit Hilfe intelligenter Ladetechnologie nehmen Elektrofahrzeuge überschüssige Energie – etwa bei hohem Windaufkommen – auf und speichern diese. 

E-Autos

Elektrofahrzeuge bieten aber noch weitere Vorteile gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen. Auf den Kilometer gerechnet, sind sie günstiger als Benziner. Deren Kraftstoffverbrauch kostet deutlich mehr. Wird das Fahrzeug dann noch mit Ökostrom geladen, egal ob nachts zu Hause oder sogar tagsüber beim Arbeitgeber, dann spricht das für die Elektromobilität.

Die Rahmenbedingungen.

Im Integrierten Energie- und Klimaprogramm erklärte die Bundesregierung 2007 die Förderung der Elektromobilität zu einem entscheidenden Baustein für den Klimaschutz. Zwei Jahre später folgte der "Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität", 2011 dann das "Regierungsprogramm Elektromobilität". Demnach sollen bis 2022 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren, 2030 sollen es sieben bis zehn Millionen sein. 

Seit Juni 2015 ist das Elektromobilitätsgesetz in Kraft. Kommunen haben so die Möglichkeit, Fahrern von Elektroautos Sonderrechte einzuräumen, etwa kostenlose Parkplätze - nicht nur an Ladestationen - zur Verfügung zu stellen, und sie von Zufahrtsbeschränkungen auf Grund der geringen Lärm- und Abgasbelastung auszunehmen. Um die Nutzung dieser Vorteile sichtbar zu machen, haben Elektrofahrzeuge ein spezielles Kennzeichen mit einem E.

2021 wurde zudem das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz verabschiedet. Dieses soll den Ausbau von elektrischen Ladepunkten im Bausektor vorantreiben. Parkplätze an neu errichteten Wohngebäuden müssen dementsprechend mit Ladeoptionen für Elektrofahrzeuge ausgestattet sein. 

Aktuelle Entwicklung.

BMW i3 vor Rapsfeld

Die Bundesregierung fördert die Elektromobilität. Dazu gehören ein Umweltbonus für Elektrofahrzeuge, der Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur sowie steuerliche Vorteile.

Käufer erhalten zum Beispiel für den Kauf eines reinen Elektroautos bis zu 9.000 Euro und profitieren von einer zehnjährigen Steuerbefreiung. Außerdem gibt es eine Steuerbefreiung für Arbeitgeber, wenn die Mitarbeiter ihre privaten Elektrofahrzeuge im Unternehmen aufladen können.

Für den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Ladestationen wurden 2020 zusätzliche 50 Millionen Euro bereitgestellt. Außerdem möchte die Automobilindustrie bis 2030 100.000 Ladepunkte auf ihren Betriebsgeländen und beim angeschlossenen Handel beisteuern. Zukünftig soll ein Elektroauto auch an jeder Tankstelle ladbar sein.

Alltagstauglich, aber teuer.

Heckansicht eines Elektrofahrzeugs das gerade an einem Ladekabel hängt

Analysen zufolge legen etwa 80 Prozent der Bundesbürger nicht mehr als 40 Kilometer täglich mit dem Auto zurück. Ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge haben derzeit eine durchschnittliche Reichweite von 400 Kilometern. Für einen Großteil aller Fahrten würde also bereits heute ein Elektrofahrzeug ausreichen.

Elektroautos sind jedoch in der Anschaffung noch teuer, im Betrieb hingegen deutlich günstiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Der Strom für 100 Kilometer entspricht 15 Kilowattstunden und kostest beim derzeitigen Strompreis von 30,29 Cent pro Kilowattstunde insgesamt 4,54 Euro. Ein Liter Diesel ist dabei mit 1,30 Euro pro Liter vergleichsweise teuer.

Es gibt also zwei große Herausforderungen: Zum einen die Batteriekapazität und zum anderen die öffentliche Ladeinfrastruktur. Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an kostengünstigen Lösungen für Batterien. Es ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahren die Kosten durch Massenproduktion und die höhere Energiedichte in den Batteriezellen sinken. Schon bis 2030 sollen die Aufwendungen statistisch um 80 Prozent fallen.

Auch die Vielfalt der elektrischen Modelle nimmt stetig zu. Bereits in vier Jahren werden über 400 auf dem Markt sein. Parallel dazu sinkt die Produktion von Verbrennungsmotoren. 

Elektromobilität in der enviaM-Gruppe.

Die enviaM-Gruppe unterstützt die Entwicklung der Elektromobilität in Ostdeutschland. Öffentliche Ladesäulen, ein Elektromobilitäts-Programm für Kommunen, Forschungsprojekte zur Ladeinfrastruktur und ein stetig wachsender Fuhrpark an Elektrofahrzeugen gehören dazu.

Seit 2018 gibt es das eCarsharing-Angebot "eQar" in Markkleeberg. Dabei können Privatpersonen und Gewerbetreibende umweltfreundliche Elektrofahrzeuge für ihre täglichen Fahrten oder übers Wochenende mieten.

Mann verbindet ein Elektrofahrzeug mit einer Ladestation

Ladeinfrastruktur.

Eine funktionierende Ladeinfrastruktur - sowohl zuhause als auch im öffentlichen Raum - ist die Voraussetzung, damit Elektrofahrzeuge massentauglich werden. enviaM verfügt über 170 Ladesäulen, an denen Strom aus erneuerbaren Energien "getankt" werden kann. Der Bund plant, dass in Deutschland bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung steht.

Mobilitätskarte

Ganz einfach laden - zu Hause und unterwegs.

Um Privatpersonen und Gewerbekunden die Nutzung noch einfacher und bequemer zu gestalten, hat die enviaM-Gruppe verschiedene Elektromobilitätsprodukte aufgelegt. Ein attraktives Paket aus Stromliefervertrag und Ladetechnik für die eigenen vier Wände hält "Mein Autostrom zu Hause" bereit. Dabei ist der Autostrom bis zu 30 Prozent günstiger als der Haushaltsstrom. "Mein Autostrom unterwegs" bietet Kunden mehr Unabhängigkeit bei der elektrischen Mobilität durch ganz Deutschland. Das Produkt ermöglicht das komfortable Tanken zu einheitlichen Preisen im öffentlichen Ladesäulennetz von enviaM und den damit verbundenen Partnern. Über 20.000 Ladesäulen gehören bereits zu diesem Netzwerk. Die Freischaltung an den Säulen erfolgt entweder per Ladekarte oder Smartphone-App. Außerdem ist die ad-hoc Bezahlung per Smartphone ohne vorherige Registrierung möglich.

Weitere Informationen zu unseren Elektromobilitätsprodukten erhalten Sie hier.