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Erneuerbare-Energien-Gesetz

Großflächige Boden-Photovoltaik-Anlage, im Hintergrund zahlreiche Windkrafträder

Neuerungen der Reform.

Mit der aktuellen EEG-Novelle beendet das Bundeswirtschaftsministerium die Phase der Technologieförderung mit politisch festgelegten Preisen. Marktmechanismen und mehr Wettbewerb bei der Förderung erneuerbarer Energien sind das Ziel. Künftig wird die Vergütung der Stromerzeugung neuer EEG-Anlagen überwiegend mittels Auktionen bestimmt, die für die Windenergie an Land und auf See, Photovoltaik sowie Biomasse eingeführt werden. Ausgenommen sind kleine Anlagen. Dies ist ein Paradigmenwechsel bei der Förderung der Erneuerbaren Energien. Damit soll der Weg eingeschlagen werden, dass stets die günstigste Variante an grünem Strom zum Zuge kommt. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (das EEG 2017) trat am 1. Januar 2017 in Kraft.

Wegbereiter für regenerative Energien in Deutschland.

Windräder vor Himmel mit Wolken

Seit Anfang August 2014 ist das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Seit 16 Jahren ebnet es den Weg für den Ausbau der grünen Energien in Deutschland. So werden Wind-, Solar-, Wasser- und Biomasseenergie nicht nur finanziell unterstützt, sondern genießen im Stromnetz auch weiterhin Vorrang vor Atom-, Kohle- und Gasstrom (Konventionelle Energieträger). Ziel ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent und koordiniert voranzutreiben. Schließlich sollen bis 2025 40 bis 45 Prozent und bis 2035 sogar zwischen 55 und 60 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland durch erneuerbare Energie abgedeckt werden. Seit der Einführung des EEG stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von sechs Prozent im Jahr 2000 auf rund 30 Prozent in 2015.

EEG 2017 beschlossen: Start in die nächste Phase der Energiewende.

Das am 8. Juli 2016 beschlossene EEG 2017 läutet die nächste Phase ein. Die Vergütungshöhe des erneuerbaren Stroms wird seit 2017 nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Mit den Ausschreibungen wird kosteneffizient der kontinuierliche, kontrollierte Ausbau gesichert. Durch die Umstellung auf Wettbewerb bleibt die Akteursvielfalt - ein Markenzeichen der deutschen Energiewende - erhalten. Bürgerenergiegesellschaften werden erstmals im Gesetz definiert und können unter erleichterten Bedingungen an den Ausschreibungen teilnehmen. Außerdem sind kleine Anlagen von den Ausschreibungen ausgenommen.

Kleine Direktvermarktung – Alternative für Solaranlagen mit auslaufender EEG-Förderung

Solardiensleistungen

Die Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien liegt seit Jahren im Trend. Immer mehr Hauseigentümer nutzen Solaranlagen, um klimafreundlich elektrische Energie zu produzieren. Für sie beginnt ab 2021 eine neue Zeitrechnung. Denn zum Jahreswechsel endet für die ersten Solaranlagen die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Konkret gilt dies für alle Solaranlagen, die im Jahr 2000 oder davor an das Stromnetz angeschlossen worden sind. 

Mit dem Auslaufen der EEG-Förderung endet die Pflicht der Netzbetreiber, den Strom aus diesen Solaranlagen abzunehmen und zu vergüten. Hauseigentümer müssen sich folglich Gedanken darübermachen, was mit dem von ihrer Solaranlage erzeugten Strom künftig geschehen soll. Eine Möglichkeit ist, den Strom vollständig oder teilweise zu vermarkten. Dafür sieht der Gesetzgeber das Modell der sonstigen Direktvermarktung vor, bei dem der Vertrieb des Stroms über einen Stromhändler erfolgt, der ihn an der Strombörse verkauft.

Die sonstige Direktvermarktung ist für Hauseigentümer sehr aufwändig. Schon jetzt ist absehbar, dass in vielen Fällen der Aufwand den Nutzen übersteigen wird. Im schlimmsten Fall könnten die Betroffenen deshalb ihre funktionsfähigen Solaranlagen stilllegen, da sich ein Betrieb für sie nicht mehr lohnt. 

Um dies zu vermeiden, schlägt enviaM das Modell der sogenannten kleinen Direktvermarktung vor. Der Energiedienstleister hat dazu gemeinsam mit anderen Unternehmen, darunter EnBW, SENEC und sonnen, ein an die Politik adressiertes Positionspapier erstellt. Die kleine Direktvermarktung ermöglicht Hauseigentümern mit Solaranlagen einen einfachen und günstigen Marktzugang aus einer Hand. Sie lässt sich mit einem minimalen gesetzgeberischen Aufwand umsetzen. Sie unterscheidet sich von der sonstigen Direktvermarktung insbesondere dadurch, dass sie mit wesentlich geringeren Anforderungen an die Mess- und Zählertechnik beim Betreiber der Solaranlage und vereinfachten Prozessen, zum Beispiel bei der Energiemengen-Bilanzierung oder beim elektronischen Vertragsschluss, auskommt.

"Der Kunde will so viel Markt wie möglich mit so wenig Aufwand wie nötig", so Dr. Andreas Auerbach, enviaM-Vorstand Vertrieb. "Bei unserem Vorschlag kann der Kunde selbst entscheiden, mit wem und an wen er seinen grünen Strom verkauft. Die Abwicklung erfolgt dabei vollständig digital. Kundenwunsch und volkswirtschaftliche Effizienz gehen hier Hand in Hand."