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Stromverbrauch Internet

Egal, ob am Arbeitsplatz, Zuhause oder unterwegs - wir nutzen das Internet täglich und überall. Weltweit sind etwa 3,9 Milliarden Menschen mit Smartphones, Tablets, Laptops und klassischen PCs online, im Jahr 2021 steigt diese Zahl laut Prognosen auf 4,14 Milliarden an. Möglich machen dies unzählige Rechenzentren. Auf tausenden von Servern liegen die Daten, auf die wir 24 Stunden am Tag zugreifen. Was so selbstverständlich erscheint, erfordert aufwändige Technologien und zieht einen enormen Stromverbrauch nach sich.

Stromverbrauch Internet

Wie viel Energie verbraucht das Internet? Ein Vergleich.

Wäre das Internet ein Land, hätte es nach einer Studie von Greenpeace den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch. Der Energiebedarf vieler IT-Unternehmen ist mit dem einer Stadt vergleichbar. So liegt er bei deutschen Rechenzentren laut Fraunhofer Institut bei zehn bis fünfzehn Terrawattstunden pro Jahr, etwa so viel wie die Hauptstadt Berlin benötigt. Allein die Datenzentren von Google verbrauchen laut "New York Times" so viel Strom wie eine 200.000-Einwohner-Stadt.

Durch mehr Effizienz Strom und Geld sparen.

Der immense Stromverbrauch verursacht bei den IT-Unternehmen hohe Kosten. Daher möchten sie ihre Rechenzentren effizienter machen. Energie kann eingespart werden, indem der Wirkungsgrad der Server verbessert wird. 40 Prozent des Stromverbrauchs benötigt deren Kühlung. Mittlerweile müssen viele Rechenzentren nicht mehr so stark gekühlt werden wie noch vor wenigen Jahren, weil die moderne Technik höheren Temperaturen standhält. Weitere Einsparpotentiale bestehen in der effizienteren Auslastung der Server. Sie können stromsparender arbeiten, wenn sich ihre Leistung der IT-Last anpasst. 

Wachsender Strombedarf durch Cloud-Lösungen und Streaming-Dienste.

Datacenter, Server

Beim Cloud-Computing werden die Daten nicht mehr lokal auf dem eigenen Computer oder Smartphone gespeichert, sondern auf globalen Servern. So kann von überall auf der Welt auf diese Daten im virtuellen Speicher zugegriffen werden. Dies ist sehr stromintensiv.

Auch das Streamen von Musik und Filmen verschlingt gigantische Mengen an Strom. Ein Hauptverursacher am Datenverkehr in den USA ist der Streaming-Anbieter Netflix. Mit 195 Millionen Abonnenten gilt er als weltweiter Marktführer. Netflix erzeugt 15 Prozent des weltweiten Internetverkehrs, in Nord- und Südamerika liegt der Datenverkehr mit 19,1 Prozent sogar noch höher. Für eine Stunde Netflix bei Full-HD Auflösung werden circa drei Gigabyte Daten verbraucht.

Dies alles erfordert den Bau von neuen Rechenzentren. Der Trend geht zu immer größeren, sogenannten Hyperscale Rechenzentren. Diese haben die Größe von mehreren Fußballfeldern und den Stromverbrauch einer Kleinstadt. Im Jahr 2018 gab es weltweit bereits 430 von ihnen, weitere 130 befinden sich in Planung.

Digitale Zahlen & Fakten.

Stromverbrauch Internet, verschiedene Geräte, Laptop, Tablet, Kopfhörer

Laut Report der Digital-Agentur "We Are Social" nutzte im Jahr 2020 erstmals die Hälfte der Weltbevölkerung Soziale Medien.

  • 4,6 Milliarden Internet-Nutzer, das sind etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung
  • 4,2 Milliarden Social Media-Nutzer
  • 5,2 Milliarden einzelne Mobile-Nutzer

Um den weltweiten Strombedarf der Rechenzentren zu decken, wird die Energie von etwa 40 Großkraftwerken benötigt. Allein deutsche Rechenzentren verbrauchen soviel Energie wie fünf Großkraftwerke erzeugen.

Ausblick.

Hochrechnungen für das Jahr 2020 ergeben einen Stromverbrauch von 140 Milliarden Kilowattstunden. Bereits heute sind 50 Milliarden Geräte online. In der "Industrie 4.0" kommunizieren selbst Maschinen mit Maschinen über das Internet.

Man geht davon aus, dass ein autonom fahrendes Auto auf einer achtstündigen Fahrt etwa vier Terabyte Daten generieren und konsumieren wird. Vier Terabyte entsprechen einer Datenmenge von über 1,2 Millionen Fotos, 70.000 Stunden Musik oder 4.000 Stunden Videos. 1,5 Millionen autonome Autos erzeugen so viel Daten, wie die gesamte heutige Bevölkerung, die online ist.

Somit ist beim Stromfresser Internet kein Ende in Sicht. Die Tendenz ist eher steigend. Hier sind Forschung und Entwicklung stark gefragt.

Datendienste in der enviaM-Gruppe.

Stromverbrauch Internet, Datacenter

Telekommunikationsdienstleister envia TEL unterhält in Taucha bei Leipzig zwei Datacenter. Im November 2020 wurde das Datacenter Leipzig 2 in Betrieb genommen. Das neue Hochleistungsrechenzentrum erfüllt die Anforderungen der zweithöchsten Sicherheitsstufe der europäischen Rechenzentrumsnorm EN 50600 und ist nach ISO 27001 für die IT-Sicherheit und nach ISO 9001 für das Qualitätsmanagement zertifiziert.

Für den Bau investierte das Unternehmen 14 Millionen Euro. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern bietet die Anlage in einer hochsicheren Umgebung Platz für 40.000 Server und individuell gestaltbare IT-Sicherheitsbereiche zur Datenverarbeitung und -speicherung nach deutschem Recht. 

Die angebotenen Dienstleistungen reichen von einzelnen Technikschränken über separate Sicherheitsräume bis hin zur Anbindung an die Cloud und einen Komplettservice.

Das Datacenter Leipzig 2 verfügt über ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept, Klimatisierung, Brandschutz und eine 24-Stunden-Überwachung direkt vor Ort. Zudem erfolgt die Stromversorgung des Zentrums zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.