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Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit bedeutet, dass die Versorgung mit Energie, aber auch mit Gas, Wasser, Telekommunikation und Nahrungsmitteln sichergestellt wird. Sie garantiert die langfristige und stetige Sicherung der Grundbedürfnisse der Menschen.

Strommasten auf einem Feld

Energiesicherheit als politisches Ziel.

Die Energiesicherheit hat ökonomische, ökologische, soziale und geopolitische Bedeutung und ist somit ein wichtiges Anliegen der Politik.Laut Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist ein zentrales Ziel der Versorgungssicherheit, "eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht" (§1 EnWG), zu gewährleisten. Dabei stellen die Energiewende und der wachsende europäische Stromhandel die deutschen Strom- und Gasnetze vor große Herausforderungen.

Sichere Versorgung, aber wie?

Windraeder auf einer Wiese

Die Energiewirtschaft befindet sich im Wandel. Einerseits ergibt sich aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien eine größere Energiesicherheit, da die Abhängigkeit von den sich erschöpfenden konventionellen Energien und unsicheren Exportstaaten verringert wird. Anderseits ist die Erzeugung von erneuerbaren Energien bei Sonnen-, Wind- und Wasserkraft wetterabhängig stark schwankend. Trotz allem soll eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistet werden. Gefragt sind geeignete Maßnahmen wie der weitere Ausbau der Stromnetze, schnell regelbare Kraftwerke, Intelligente Netze oder der Bau von Speicherkraftwerken.

Drohnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Drohne

Ein Blick zum Himmel belegt es: Drohnen werden immer beliebter. Allein in Deutschland fliegen bereits rund 500.000 der unbemannten Flugobjekte durch die Lüfte, so eine aktuelle Marktstudie des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Inzwischen gibt es hierzulande rund 400 Unternehmen, die sich mit den Flugkörpern der Zukunft befassen und mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Der deutsche Drohnenmarkt wächst weiter. Laut Prognose des BDL wird sich die Zahl der Drohnen bis 2030 auf rund 850.000 erhöhen, vor allem die kommerzielle Nutzung nimmt dabei deutlich zu. Zurzeit wird bundesweit nur eine von 24 Drohnen geschäftlich genutzt, 2030 wird es eine von 6 sein. Die ökonomischen Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Sie reichen von Vermessung und Kartierung über Inspektionen bis hin zu Film- und Fotoaufnahmen.

Zu den Pionieren auf dem deutschen Drohnenmarkt gehört FlyNex. Das Start-up mit Sitz in Leipzig hat eine wegweisende Softwarelösung entwickelt, die den Einsatz von Drohnen für Inspektionen besonders effizient und effektiv macht.

Drohnen sind in der Wirtschaft angekommen. Sie haben im Zuge der Digitalisierung von Branchen und Betrieben deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Unternehmen verstehen zunehmend, dass Drohnen hier viele Arbeiten einfacher, schneller und sicherer machen. 
Michael Petrosjan, FlyNex-Geschäftsführer

Zu den Vorreitern beim Einsatz von Drohnen zählt nach Angaben von Petrosjan die Energiewirtschaft. Sie habe das Potenzial frühzeitig erkannt. Dies gilt auch für den enviaM-Netzbetreiber MITNETZ STROM. Das Unternehmen hat 2020 damit begonnen, automatisierte und manuell gesteuerte Drohnen für die Inspektion von Hochspannungs- und Mittelspannungsfreileitungen zu nutzen. Die Drohnen machen lückenlos Bilder, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz automatisch ausgewertet werden. Mögliche Auffälligkeiten und Schäden im Netz werden so schneller erkannt und beseitigt.

Manuell gesteuerte Drohnen vereinfachen die Kontrolle im unwegsamen Gelände und können auch bei schlechten Witterungsverhältnissen zur Aufklärung herangezogen werden. Sie unterstützen so unsere Monteure, die dank ihnen auch vor Gefahren bei der Begutachtung von Leitungen und Anlagen noch besser geschützt werden können.

Jens Hache, Projektleiter für den automatisierten Drohneneinsatz bei MITNETZ STROM

Automatisierte Drohnen sollen ab 2022 schrittweise im Regelbetrieb für die Inspektion des Hochspannungsnetzes im gesamten Netzgebiet der MITNETZ STROM verwendet werden. Sie ergänzen vorerst die bestehenden Hubschrauberflüge, mit denen bislang die Kontrolle der Anlagen und Leitungen erfolgt, und ersetzen diese langfristig. 

Aspekte der Versorgungssicherheit.

  • Es sind ausreichende Erzeugungskapazitäten notwendig, um den prognostizierten Energiekonsum zu decken.
  • Strom- und Gasnetze müssen ihre Transportaufgaben erfüllen.
  • Die Netzstabilität muss sichergestellt werden, auch wenn sich Einspeisungen in und Entnahmen aus dem Netz nicht die Waage halten.
  • Netze müssen gegen Eingriffe Dritter abgesichert sein.

Versorgungssicherheit in der enviaM-Gruppe.