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Glossar

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  • 50 Hertz Transmission Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH betreibt das Höchstspannungsnetz im Osten Deutschlands sowie im Raum Hamburg.
  • 50 Hertz In Europa beträgt die Netzfrequenz im Stromversorgungsnetz 50 Hertz (Hz). Die Netzfrequenz, d. h. die Frequenz der elektrischen Energieversorgung mittels Wechselspannung, ist einheitlich und, bis auf kleinere regeltechnische Abweichungen vom Nennwert, zeitlich konstant.
  • Arbeit Die Arbeit ist die ins Netz eingespeiste oder dem Netz entnommene Energiemenge. Sie wird üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben und als das Produkt aus Leistung und Zeit berechnet.
  • Arbeitspreis / Verbrauchspreis Der Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis) gibt bei leistungsgebundenen Energieträgern(Wärme, Erdgas, Strom) den Preis der Energie an, die tatsächlich verbraucht wurde (z. B. Cent/Kilowattstunde). Wird im Haushalt beispielsweise kein Strom verbraucht, muss auch kein Arbeitspreis bezahlt werden. Der Arbeitspreis beinhaltet die Kosten für Beschaffung und Vertrieb, Transport und Verteilung sowie Steuern, Abgaben und Umlagen.
  • Anreizregulierung Die Anreizregulierung ist ein behördliches Instrument zur Regulierung von Entgelten für Strom- und Gasnetze. Sie soll zu mehr Wettbewerb und zu sinkenden Energiepreisen für Verbraucher führen. Den Netzbetreibern werden dazu Obergrenzen für ihre Entgelte vorgegeben, wodurch sie zum effizienten Wirtschaften gezwungen werden. Grundlage für diese Obergrenze ist ein bundesweiter Effizienzvergleich, der unternehmensindividuelle Schätzungen für die Kosteneffizienz ermittelt. Alle Netzbetreiber müssen sich dann am effizientesten Betreiber messen. Weniger effiziente Unternehmen haben wenige Jahre Zeit, um die von der Bundesnetzagentur ermittelte individuelle Ineffizienz abzubauen.
  • Ampere Ampere ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke. Benannt wurde das Ampere nach dem französischen Physiker und Mathematiker André-Marie Ampère (1775–1836).
  • ACER Die Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (Agency for the Cooperation of Energy Regulators) ist eine Einrichtung der Europäischen Union mit Sitz im slowenischen Ljubljana. Sie überwacht und reguliert die europäischen Energiemärkteim Sinne von Transparenz und Stabilität. Zudem arbeitet sie nicht bindende Rahmenleitlinien aus, auf deren Basis der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber die Netzkodexe entwickelt.
  • Abwärme Wärmeenergie, die von Lebewesen, technischen Geräten oder Anlagen erzeugt, jedoch nicht genutzt wird.
  • Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) Der Interessenverband BDEW vertritt die Anliegen seiner über 1.800 Mitglieder gegenüber Politik, Fachwelt, Medien und Öffentlichkeit. Dabei orientiert er sich an einer nachhaltigen Energieversorgung sowie an einer Wasser- und Abwasserwirtschaft, die den Aspekten Umwelt- und Klimaschutz, Qualität und Sicherheit sowie Wirtschaftlichkeit gleiches Gewicht beimisst. Die Mitglieder repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasserförderung und rund ein Drittel der Abwasserentsorgung in Deutschland. Der BDEW berät und unterstützt in allen branchenrelevanten politischen, rechtlichen und wirtschaftlich-technischen Fragen.
  • Bundesnetzagentur Die Bundesnetzagentur ist eine Regulierungsbehörde für den Strommarkt und Gasmarkt. Außerdem ist sie für die Telekommunikation, Post und Eisenbahn zuständig. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, durch Regulierung der Netzentgelte die Voraussetzungen für funktionierenden Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten zu schaffen. Die Bundesnetzagentur soll einen diskriminierungsfreien Netzzugang gewährleisten und genehmigt die Netzentgelte der Betreiber von Strom- und Gasnetzen.
  • Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) Das Bundes-Immissionsschutzgesetz soll vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge schützen und deren Entstehen vorbeugen. Die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) legt beispielsweise Grenzwerte fest, wie viele Schadstoffe entweichen dürfen und wie oft und in welchem Umfang eine Anlage aus Immissionsschutzgründen überwacht werden muss.
  • Braunkohle Braunkohle ist ein Sedimentgestein, das durch Druck und Luftabschluss (Inkohlung) von organischen Substanzen (Biomasse) entstand. Braunkohle besteht zum großen Teil aus Kohlenstoff und gehört zu den wichtigsten fossilen Energieträgern. Sie wird überwiegend als Brennstoff für die Stromerzeugung genutzt. Die Braunkohle dient in Deutschland als sogenannte Brückentechnologie, solange die erneuerbaren Energien den wegfallenden Atomstrom nicht vollständig ersetzen können.
  • Brennwerttechnik Heizungen mit Brennwerttechnik erzeugen nicht allein durch die Verfeuerung eines Brennstoffes Heizwärme. Sie nutzen zusätzlich den Wasserdampf im Abgas als Wärmelieferant. Der Dampf legt sich wie Tau auf die Rohre, durch die das Heizungswasser fließt. Das wärmt sich durch Kondensationswärme weiter auf. Brennwerttechnik nutzt so die im Brennstoff (z. B. Gas, Öl, Holz- pellets) enthaltene Energie optimal aus und erreicht rein rechnerisch Nutzungsgrade von über 100 Prozent.
  • Brennstoffzelle Eine Brennstoffzelle ist ein batterieähnlich aufgebautesGerät. In ihr werden Wasserstoff und Sauerstoff vereinigt, wobei Energie in Form von Wärme und Elektrizität freigesetzt wird. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren direkt miteinander zu Wasser; dabei findet keine Verbrennung statt. Als Abfallprodukt fällt fast ausschließlich Wasser an, sodass kaum Schadstoffe freigesetzt werden.
  • Blockheizkraftwerk (BKHW) Ein Blockheizkraftwerk erzeugt mit Hilfe von Primärenergieträgern wie Erdgas gleichzeitig Elektrizität und Wärme. Verbrennungsmotoren erzeugen mechanische Energie, welche in angeschlossenen Generatoren in elektrische Energie umgewandelt wird. Die dabei entstehende Wärme wird für die Wärmeversorgung (Heizung, Warmwasserbereitung usw.) genutzt. Das Prinzip heißt Kraft-Wärme-Kopplung. Die erzeugte elektrische Energie kann vor Ort verbraucht oder /und in das Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist werden. Durch die Verwendung der Kraft-Wärme-Kopplung liegt der Gesamtnutzungsgrad solcher Anlagen bei etwa 85 Prozent und ist damit besser als bei einer getrennten Herstellung dieser Produkte in Heizkesseln bzw. Kondensationskraftwerken.
  • Biomasse Biomasse sind organische Stoffe, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Dabei wird in zwei Kategorien unterteilt: nachwachsende Rohstoffe (wie Pflanzen und Pflanzenbestandteile oder Gülle) und organischer Abfall (wie Klärschlamm). Da bei der Verbrennung von Biomasse genau die Menge an CO2 frei wird, die zuvor bei der Fotosynthese in diesen Rohstoffen gespeichert wurde, erfolgt eine klimaneutrale Nutzung.
  • Biogas/Bioerdgas/Biomethan Biogas ist ein Faulgas. Es entsteht, wenn organische Stoffe bakteriell zersetzt werden. Hauptbestandteile sind Biomethan (Bioerdgas) und Kohlendioxid. Das Gas kann zur Erzeugung von elektrischer Energie, zum Betrieb von Fahrzeugen oder zur Einspeisung in ein Gasversorgungsnetz eingesetzt werden. Für die Verwertung von Biogas ist der Methananteil am wichtigsten, da seine Verbrennung Energie freisetzt.
  • Beschaffungskosten Beschaffungskosten sind ein Teil des Energiepreises. Sie fallen für die Beschaffung von Energie an. Das können zum Beispiel Kosten für den Einkauf an der European Energy Exchange (EEX) sein. Für die Beschaffungskosten ist deshalb die Einkaufsstrategie der Versorgungsunternehmen (z. B. an der EEX) maßgeblich. Verschiedene Faktoren wie beispielsweise Rohstoffpreisänderungen, schwankende Nachfrage oder auch die eingespeisten Ökostrommengen haben auf diese Strategie und somit den gehandelten Preis Einfluss. Auch der außerbörsliche Handel ist diesen Faktoren unterworfen. Da praktisch für jeden Versorger Beschaffungskosten anfallen, fließen diese Kosten auch in die Preiskalkulation für Strom und Gas ein. Derzeit betragen Beschaffungskosten rund ein Fünftel des Strompreises.
  • Contracting Contracting meint, dass der Contractor (das ausführende Unternehmen) dem Contracting-Nehmer (Auftraggeber) jährlich bestimmte Mengen von Energie (Wärme, Kälte, Strom, Dampf, Druckluft usw.) liefert und die zugehörigen Anlagen aufstellt und betreibt. Der Kunde bezahlt dem Contractor in der Regel einen bestimmten Arbeitspreis für die gelieferte Energie zuzüglich einer festen Pauschale (Grundpreis), muss jedoch nicht selbst in die Anlagentechnik investieren.
  • CO2-Bilanz Die CO2-Bilanz ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlendioxid-Emissionen, die direkt und indirekt durch eine Aktivität verursacht werden oder über die Lebensstadien eines Produktes (Herstellung, Nutzung, Entsorgung) entstehen. Der Begriff basiert auf dem Konzept des 1994 entwickelten „ökologischen Fußabdrucks“. Um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu berechnen, sind Angaben zu Stromverbrauch, Heizbedarf, Konsumverhalten, Essgewohnheiten und Transport notwendig.
  • Drehstrom Bei Drehstrom oder auch Drei-Phasen-Wechselstrom werden über drei (oder vier) statt zwei Leitungen drei Wechselströme übertragen, welche zeitlich versetzt (phasenverschoben) schwingen. Im europäischen Stromversorgungsnetz ist die Frequenz dieser Schwingung (d. h. die Zahl der Schwingungen pro Sekunde) 50 Hertz.
  • Dezentrale Energieversorgung Im Gegensatz zu zentraler Energieversorgung, dazu gehören z. B. die klassischen Kraftwerke, versteht man unter dezentraler Energieversorgung die Energiebereitstellung durch kleinere Anlagen, die über größere Gebiete verteilt sind. Solche Anlagen wie Windkraft- oder Photovoltaikanlagen sowie Blockheizkraftwerke speisen in ein öffentliches Verteilnetz ein oder dienen der Eigenversorgung.
  • Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) Der Branchenverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft setzt die technischen Standards für eine sichere und zuverlässige Gas- und Wasserversorgung, stößt den Gedanken- und Informationsaustausch in den Bereichen Gas und Wasser an und begleitet durch praxisrelevante Hilfestellungen die Weiterentwicklung im Fach.
  • Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Die dena gilt als neutrales, ministeriumsübergreifendes Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, regenerative Energietechnologien und innovative Energiesysteme. Sie soll als Kooperationspartner und Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft arbeiten. Sie soll ferner die Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer energiewirtschaftlichen Strategie beraten und unterstützen sowie dafür erforderliche Projekte, Kampagnen und Aktivitäten entwickeln und umsetzen.
  • Energieeffizienz

    Energieeffizienz ist das Verhältnis des Einsatzes einer bestimmten Energiemenge zu ihrem Nutzen. Je weniger Energie eingesetzt werden muss, umso energieeffizienter ist ein Produkt oder eine Dienstleistung.

    Beispiel: Eine 60-Watt-Glühbirne kann mit einer Kilowattstunde 17 Stunden lang leuchten, eine Energiesparlampe mit derselben Menge 90 Stunden.

  • Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) Das EEWärmeG ist ein deutsches Bundesgesetz, das den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärme- und Kältesektor bei der energetischen Gebäudeversorgung vorantreiben soll. Das Gesetz führt erstmals bundesweit eine Pflicht zur Verwendung von erneuerbaren Energien beim Neubau von Gebäuden ein. Den Bundesländern bleibt vorbehalten, das Gesetz im Falle einer energetischen Sanierung auch auf bestehende Gebäude anzuwenden.
  • Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) Das EEG soll dem Klimaschutz dienen und gehört zu einer Reihe gesetzlicher Regelungen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle sowie Kernkraft verringert werden soll. So werden Wind-, Solar-, Wasser- und Biomasseenergie nicht nur finanziell unterstützt, sondern genießen im Stromnetz Vorrang vor Atom- oder Kohlestrom. Inzwischen sind die erneuerbaren Energien eine wichtige Säule der deutschen Stromversorgung.
  • Energieeinsparverordnung (EnEV) Die Energieeinsparverordnung definiert in Umsetzung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) bundeseinheitlich energetische Mindestanforderungen an beheizte und gekühlte Wohngebäude und Nichtwohngebäude, und das sowohl für Neubauten als auch für bestehende Gebäude. Die Anwendung der EnEV ist Sache der Bundesländer, die hierzu weitergehende Umsetzungsverordnungen erlassen.
  • EEG-Umlage Mit der EEG-Umlage wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert. Die Betreiber von Ökostrom-Anlagen erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde einen gesetzlich festgelegten Betrag. Die Höhe der Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis an der Strombörse und dem Vergütungspreis für den Strom, den die Anlagenbetreiber erhalten. Die EEG-Umlage wird jeweils zum 15. Oktober für das Folgejahr bekannt gegeben.
  • EDU / EVU EDU (Energiedienstleistungsunternehmen) und EVU (Energieversorgungsunternehmen) sind die Abkürzungen für Energieunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Energie.
  • Erneuerbare Energien / Regenerative Energien Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien, sind Energien aus Quellen, die sich entweder in kurzer Zeit von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Zu diesen Energieressourcen zählen insbesondere Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung (Sonnenenergie), Erdwärme (Geothermie) und die durch Gezeiten erzeugte Energie. Eine andere Quelle erneuerbarer Energien ist das energetische Potenzial (Biogas, Bioethanol, Holz u. a) der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Biomasse.
  • Erdöl Erdöl ( = Mineralöl) ist eine in der oberen Erdkruste eingelagerte brennbare Flüssigkeit, die hauptsächlich aus verschiedensten Kohlenwasserstoffen besteht. Dieser fossile Energieträger wird meist zunächst als Rohöl aus im Erdinneren gelegenen Lagerstätten gepumpt, kann aber auch z. B. aus Ölsanden oder Ölschiefer herausgelöst werden. Als Energieträger zeichnet sich Erdöl durch seine hohe Energiedichte, die gute Transportierbarkeit und die für „konventionelle“ Vorkommen niedrigen Förderkosten aus.
  • Erdgas L/H Erdgas ist ein Naturgasgemisch mit dem Hauptbestandteil Methan (CH4). Das günstige Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff begründet die Umweltvorteile gegenüber den anderen fossilen Brennstoffen Öl und Kohle. L steht für das englische Wort low (niedrig). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von ca. 10 kWh/m³ (im Normzustand). H steht für das englische Wort high (hoch). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von rund 12 kWh/m³ (im Normzustand).
  • Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Das Energiewirtschaftsgesetz setzt Richtlinien der Europäischen Union (EU) in deutsches Recht um. Zweck des Gesetzes ist, die möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Erdgas zu gewährleisten. Um einen wirksamen Wettbewerb zu erreichen, schreibt das Gesetz die organisatorische, informatorische, rechnungsmäßige und gesellschafts-rechtliche Trennung des Strom- und Erdgasversorgungsnetzes von den Vertriebsaktivitäten eines Energieversorgungsunternehmens vor.
  • Energiewende Nach der Atomkatastrophe in Fukushima/Japan am 11. März 2011 beschloss die deutsche Politik mehrere Gesetzespakete zum Thema Energie und damit den Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022. Diese tiefgreifenden Veränderungen der Energielandschaft werden als Energiewende bezeichnet. Demnach soll die Energieerzeugung in Deutschland schrittweise auf regenerative Energiequellen umgestellt werden: Fossile Energieträger wie Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdgas sowie Atomenergie werden durch erneuerbare Energien, zum Beispiel Sonnenenergie, Wasser- und Windkraft, Bioenergie sowie Geothermie ersetzt. Darüber hinaus geht es auch um einen sparsamen Energieverbrauch und eine höhere Energieeffizienz. Bis zum Jahr 2050 soll der Umbau der gesamten Energielandschaft abgeschlossen und das Zeitalter der erneuerbaren Energien in Deutschland Realität geworden sein. Dann werden 80 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs durch regenerative Energiequellen gedeckt.
  • Energiesteuer Die Energiesteuer erhebt der Staat auf Energieträger wie Kraftstoffe, Erdgas, Heizöl oder Kernbrennstoffe. Es handelt sich um eine Verbrauchsteuer und um eine indirekte Steuer.
  • Energiesparen Das Energiesparen umfasst diverse Maßnahmen und Aktivitäten, mit deren Hilfe der Energieverbrauch verringert werden soll.
  • Energiehandel Energie ist weltweit ein knappes Gut, dessen Erzeugung und Handel stark von einem gesellschaftspolitischen Spannungsfeld geprägt sind. Neben langfristigen Exportverträgen und weltweiten Investitionen in Förderregionen nimmt dabei die Bedeutung des Energiemarktes weiter zu. Der Handel mit Energie spielt sich an Börsen und – im Gegensatz zu den Finanzmärkten– in hohem Maße auch außerhalb von Börsen ab. Dabei werden im Energiesektor vor allem Strom, Erdgas, Erdöl, Kraftwerkskohle und Emissionszertifikate gehandelt. Der Markt bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Der so entstehende Marktpreis hat eine Informations- und Allokationsfunktion. Das bedeutet, die Marktpreise sorgen für die effiziente Verwendung knapper Ressourcen bzw. derjenige, der eine Ware am dringendsten benötigt, zahlt auch den höchsten Preis (Allokation).
  • Energie Als Energie bezeichnet man die in einem System oder Körper gespeicherte Arbeit sowie das Vermögen, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Arbeit, Energie und Wärmemenge werden als physikalische Größen gleicher Art angesehen und auch in den gleichwertigen Einheiten Joule = Newtonmeter = Wattsekunde ausgedrückt.
  • Emissionen/Emissionshandel Emissionen sind bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und -gase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenluft abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Der Emissionshandel ist der Handel mit Emissionsrechten (Verschmutzungsrechten), die durch Emissionszertifikate verbrieft sind.
  • Elektromobilität Elektromobilität genießt bundesweit eine hohe Aufmerksamkeit. Sie ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, denn sie soll die Fortbewegung umweltfreundlicher machen. Mehrere Autohersteller bieten schon Elektroautos an. Die Bundesregierung hat zum Ziel, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sind.
  • Einspeisevergütung

    Die Einspeisevergütung ist die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) festgelegte Vergütung je Kilowattstunde, die der Netzbetreiber an den Betreiber einer netzgekoppelten Anlage zahlt, die aus Solarenergie, Biomasse, Geothermie oder Windkraft erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeist. Die Vergütung erfolgt zuzüglich der jeweils gültigen Umsatzsteuer, sofern der Anlagenbetreiber umsatzsteuerpflichtig ist.

  • EEX Die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig ist die führende europäische Energiebörse. Sie entwickelt, betreibt und vernetzt sichere, liquide und transparente Märkte für Energie- und Commodity-Produkte. An der EEX werden Kontrakte auf Strom, Kohle und Emissionsberechtigungen sowie Fracht- und Agrarprodukte gehandelt oder zum Clearing (gegenseitige Auf- und Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen gleichen Partnern) registriert.
  • Fossile Energieträger Fossile Energieträger sind durch geologische Prozesse in die Erdkruste eingelagert worden. Dazu gehören zum Beispiel Kohle, Erdöl und Erdgas.
  • Flüssiggas Flüssiggas ist eine Mischung aus Propan und Butan und kommt fast immer dort zum Einsatz, wo keine leitungsgebundene Erdgasversorgung zur Verfügung steht. Flüssiggas wird in Behältern wie Flaschen oder Tanks gelagert und wie Erdgas zum Heizen und zur Warmwasserbereitung, aber auch zum Grillen, Kochen, Kühlen, Beleuchten und Wäsche trocknen verwendet.
  • Fernwärme Unter Fernwärme versteht man Wärme, die in einer zentralenAnlage (Heizkraftwerk oder Heizwerk) erzeugt und dann mittels Warmwasser- oder Dampfrohrsystemen an einzelne Verbraucher geleitet wird.
  • Fahrstromtarif Der Fahrstromtarif bezeichnet ein Produkt, bei dem im geltenden rechtlichen Rahmen Strom für Elektrofahrzeuge günstiger als der Grundversorgungstarif des örtlichen Stromversorgers angeboten wird.
  • Gateway Im Gateway steckt die eigentliche „Intelligenz“ eines der intelligenten Messsysteme unter anderem für Tarifierung, Steuerung und Datensicherheit. Ein einzelnes Gateway übernimmt theoretisch für mehrere moderne Zähler genauso wie für Erdgas-, Wasser-, Heizwärmezähler und Steuereinheiten die sichere Kommunikation. Es erfüllt die hohen Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit und ist daher durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert.
  • Gasspeicher In Gasspeichern (auch Gasometer) werden brennbare Gase wie Erdgas, Flüssiggas, Biogas oder Klärgas aufbewahrt. Erdgasspeicher stellen ein entscheidendes Element für eine zuverlässige Erdgasversorgung dar. Ihr Einsatz ermöglicht eine stabile sowie flexible Bereitstellung des umweltschonenden Energieträgers Erdgas. In Deutschland sind Erdgasspeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 20 Milliarden Kubikmetern in Betrieb. Damit verfügt Deutschland innerhalb der EU über das größte Speichervolumen.
  • Grundversorgung Grundversorgung meint die gesetzlich gesicherte Versorgung mit Strom und Gas durch das Energieversorgungsunternehmen in einem Netzgebiet, welches die Mehrzahl der Haushaltskunden beliefert.
  • Grundpreis Der Grundpreis beinhaltet alle Kosten am Strompreis, die verbrauchsunabhängig sind. Der Grundpreis setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:dem Grundpreis für die Netznutzung, der die Kosten für die Bereitstellung, Wartung und Instandhaltung des Stromnetzes beinhaltet, den Kosten für Messung, Messstellenbetrieb und Netzabrechnung undden verbrauchsunabhängigen Vertriebskosten. Hierzu zählen unter anderem die Kosten für die Rechnungslegung und Kundenbetreuung.
  • Grundlast Grundlast ist der Grundbedarf an Strom, Heizwärme, Warmwasser usw., der unabhängig von Tages- oder Jahreszeit, Witterung oder nutzungsbedingten Schwankungen weitgehend gleichbleibend in einem Versorgungsgebiet besteht.
  • Gleichstrom Beim Gleichstrom handelt es sich um Strom, dessen Polarität, im Gegensatz zum Wechselstrom, gleichbleibend ist. Konstanter Gleichstrom lässt sich durch elektrochemischeElemente gewinnen. Benötigt wird Gleichstrom unter anderem zur Versorgung elektronischer Schaltungen und Geräte.
  • Gigawattstunde (GWh) Eine Gigawattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie zum Beispiel in Kraftwerken wird in GWh gemessen. Umgerechnet ist eine GWh eine Million Kilowattstunden (kWh).
  • Geothermie / Erdwärme Geothermie ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt zu den regenerativen Energien. Sie kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen (Wärmepumpenheizung), als auch bei der Erzeugung von elektrischem Strom zum Einsatz kommen. 
  • Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Gas- und Dampfturbinenkraftwerke sind durch die Kopplung eines Gasturbinenprozesses mit einem konventionellen Dampfturbinenprozess gekennzeichnet. Dabei wird im GasturbinenprozessStrom erzeugt und dessen Abwärme in einem Abhitzekessel zur Dampferzeugung und in dem nachfolgenden Dampfturbinenprozess zur Strom- bzw. Wärmegewinnung genutzt. GuD-Anlagen haben mit bis zu 60 Prozent einen besonders hohen Wirkungsgrad.
  • Gasturbine Eine Gasturbine ist einer der möglichen Antriebe in einer KWK-Anlage. Von der gesamten nutzbaren Energie sind 35 Prozent mechanische und 65 Prozent Wärmeenergie. Gasturbinen werden meist dort eingesetzt, wo viel Wärme und weniger Strom benötigt wird.
  • Gasdruckregelanlage Der Ferntransport von der Förderung bis zum Abnehmer erfolgt bei Erdgas in einem Hochdrucknetz. Um die Beförderung wirtschaftlich zugestalten, wird das Erdgas in einer Gasdruckregelanlage auf bis zu 100 Bar verdichtet. Auf dem Weg vom Abnehmer bis zum Endkunden wird der Druck dann wieder auf einige Millibar Überdruck reduziert.
  • Hochdruck Gasverteilernetze, über die angeschlossene Kunden mit Energie beliefert werden, umfassen die Druckstufen Hoch-, Mittel und Niederdruck. Hochdruck-Gasverteilungsleitungen dienen der Gasversorgung von Industrieunternehmen. Der Druckbereich liegt hier über 1 Bar.
  • Heizwert Der Heizwert von Brennstoffen bezieht sich auf die Wärme, welche bei vollständiger Verbrennung frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmemenge zu berücksichtigen.
  • Höchstspannung Höchstspannung bezeichnet die elektrischen Spannungen ab 150 Kilovolt, meist 220 oder 380 Kilovolt.
  • Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) HGÜ ist ein Verfahren, mit dem hohe elektrische Leistung (z. B. aus einem großen Kraftwerk) verlustarm mithilfe von Kabeln über weite Strecken transportiert werden kann. Bei dieser elektrischen Energieübertragung bleibt die Spannung ständig etwa gleich, ohne dass die Richtung von Spannung und Strom wechselt.
  • Hochspannung Hochspannung bezeichnet die elektrische Spannung, die zwischen 30 und 110 Kilovolt liegt.
  • Heizwerk Ein Heizwerk ist eine zentrale Anlage, die im Unterschied zum Heizkraftwerk nur Wärme, jedoch keinen Strom erzeugt. Die Wärme dient der Warmwasserversorgung und Raumbeheizung. In der Regel gelangt sie über Fernwärme- oder Nahwärmenetze in die Haushalte, zu den Gewerbekunden oder Industrieanlagen.
  • Hausanschluss Der Hausanschluss verbindet die öffentlichen Wasser-, Gas-, Strom- und Wärmenetze mit dem anzuschließenden Haus.
  • Intelligente Messsysteme Alle Stromkunden in Deutschland mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden (KWh) pro Jahr erhalten bis 2032 ein intelligentes Messsystem. Intelligente Messsysteme verfügen neben einer modernen Messeinrichtung über eine Kommunikationseinheit (Smart Meter Gateway). Letztere ist der wesentliche Unterschied zur modernen Messeinrichtung. Durch die Kommunikationseinheit können wichtige Netzdaten (zum Beispiel die Spannung und Stärke des Stroms) an den verantwortlichen Netzbetreiber und Verbrauchsdaten an den zuständigen Messstellenbetreiber, Netzbetreiber oder Stromversorger übertragen werden. Der Stromkunde kann zudem auf eigenen Wunsch den Versand seiner Verbrauchsdaten an weitere Nutzer seiner Wahl vereinbaren. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt über eine gesicherte Verbindung. Die Verbrauchsdaten können vom Stromkunden am Computer, Smartphone oder Laptop eingesehen werden. Die einmal jährliche Ablesung des Stromverbrauchs ist nicht mehr erforderlich.
  • Internet der Energie

    Die Energiewende führt zu einem Wandel von einer zentralen hin zu einer dezentralen Energieversorgung. Millionen von Energieverbrauchern stehen Millionen von kleinen und kleinsten Energieerzeugern gegenüber. Das Internet der Energie verknüpft beide Seiten miteinander und koppelt zudem den Strom- mit dem Wärme- und Verkehrssektor. Grundlage dafür sind die Daten von Energieerzeugern und Energieverbrauchern. Sie werden miteinander verbunden und ermöglichen so eine intelligente Steuerung der Energiesysteme.

  • IoT (Internet der Dinge/Internet of Things) Das Internet der Dinge (Internet of Things) vernetzt nicht nur Computer miteinander, sondern alle möglichen Objekte, sogar Menschen – oder anders, physische und virtuelle Gegenstände. Auf Basis des Internets werden Inhalte, Signale, Steuerbefehle, Zustände durch standardisierte Protokolle übergeben. Ziel ist es, diverse Informationen miteinander zu verknüpfen und nutzbar zu machen.
  • Kohlekommission Am 6. Juni 2018 beschloss die Bundesregierung die Einsetzung der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB)" - oft nur Kohlekommission genannt. Aufgabe der WSB-Kommission war es, konkrete Vorschläge für eine in die Zukunft gerichtete, nachhaltige Strukturentwicklung und damit für zukunftssichere Arbeitsplätze in den vom Strukturwandel betroffenen Braunkohleregionen zu erarbeiten. Am 26. Januar 2019 legte sie ihren Abschlussbericht vor.

    Mit dem von der Kommission vorgeschlagenen Pfad zur schrittweisen Beendigung der Kohleverstromung kann Deutschland einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Reduktion leisten. In ihren Empfehlungen macht die Kommission zudem zahlreiche Vorschläge für konkrete Perspektiven für die Kohleregionen.
  • KWK-Umlage Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) regelt die Abnahme und Vergütung von Strom aus Kraftwerken mit KWK-Anlagen auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, Erdgas, Öl oder Abfall sowie die Förderung bestimmter KWK-Anlagen, die einen gesetzlich festgeschriebenen Zuschlag auf den zwischen dem Anlagenbetreiber und dem Netzbetreiber vereinbarten Preis erhalten.
  • Kraft-Wärme- Kopplungsgesetz (KWKG) In Deutschland werden hocheffiziente KWK-Anlagen aus klimapolitischen Gründen durch das KWK-Gesetz gefördert. Das KWKG regelt unter anderem Anschluss-, Abnahme- und Vergütungspflichten sowie Zulassungen von und Zuschlagzahlungen für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Kohlendioxid (CO2) Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht das als Treibhausgas geltende Kohlendioxid (CO2). Es kann mit herkömmlichen Methoden nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Von Kraft-Wärme-Kopplung spricht man, wenn in einer Anlage gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt werden. Diese Art der Erzeugung ist besonders umweltschonend und trägt zum Klimaschutz bei. KWK ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem Heizkraftwerk. Vorteil ist der verringerte Brennstoffbedarf und Schadstoffausstoß.
  • Konzessionsabgabe Strom- und Gasnetzbetreiber, die eine sogenannte Konzessionsabgabe zahlen, erkaufen sich damit das Recht, auf öffentlichem Grund Energieversorgungsleitungen zu verlegen und zu betreiben.
  • Kohle Kohle ist ein Sedimentgestein, das durch Druck und Luftabschluss (Inkohlung) von organischen Substanzen (Biomasse) entstand. Es wird unterschieden zwischen Braunkohle und Steinkohle. Braunkohle hat einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt als Steinkohle, deshalb ist ihr Energieinhalt etwa halb so groß.
  • Klimaschutzziele Die Vereinten Nationen haben in einem Klimavertrag festgelegt, Maßnahmen umzusetzen, mit deren Hilfe die Erderwärmung zukünftig begrenzt werden soll. Um diese international vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen vor allem der Primärenergiebedarf gesenkt und fossile Energieträger durch CO2-ärmere Energiequellen ersetzt werden.
  • Kilowattstunde (kWh) Die Kilowattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie im Haushalt wird in kWh gemessen.
  • Kilowatt-Peak (kWp) Der kWp-Wert beschreibt die Leistung eines Solarmoduls unter folgenden optimalen Voraussetzungen: Die Temperatur liegt bei 25 Grad Celsius und die Sonneneinstrahlung bei 1.000 Watt pro Quadratmeter (Mittagsstunde in Deutschland im Sommer). Diese Peak-Leistung wird von den Herstellern auch als Nennwert bzw. Nennleistung bezeichnet, jedoch entspricht sie nicht den realen Einstrahlungsbedingungen.
  • Kernenergie Als Kernenergie (auch Atomenergie oder nukleare Energie) bezeichnet man Energie, die bei nuklearen Reaktionen freigesetzt wird. Diese Technologie wird mehrheitlich zur Stromproduktion genutzt.
  • LNG LNG ist die Abkürzung für Liquefied Natural Gas. Übersetzt bedeutet das „Flüssigerdgas“, das nur etwa ein Sechshundertstel des Volumens von gasförmigem Erdgas aufweist und daher zu Lager und Transportzwecken dient. Erdgas wird verflüssigt, indem es auf etwa -160 Grad Celsius heruntergekühlt wird.
  • Lichtwellenleiter (LWL) Lichtwellenleiter dienen der Übertragung von optischen Signalen, die über dünne Glasfasern mittels sehr kurzer Laserlichtimpulse erfolgt. 
  • Leistung Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. Angegeben wird Leistung in Watt (W), das auf den englischen Feinmechaniker James Watt (1736–1819) zurückgeht.
  • Last Last bedeutet, eine elektrische Energiequelle, etwa eine Batterie oder ein Stromnetz, durch einen angeschlossenen Verbraucher mit einer bestimmten Stromstärke zu belasten, d. h., es wird ein Strom dieser Stärke entnommen.
  • Ladeinfrastruktur/Ladebox/Ladesäule Ladesäulen bilden die Versorgungsinfrastruktur der Elektromobilität im öffentlichen Raum. Sie sind z. B. an Tankstellen oder auf Parkplätzen zu finden. Hier können Elektroautos aufgeladen werden. Kleinere mobile Ladeboxen werden häufig auf Privatparkplätzen oder Betriebsgeländen z. B. von Flottenbetreibern eingerichtet.
  • Moderne Messeinrichtung Alle Stromkunden in Deutschland mit einem Verbrauch von weniger als 6.000 Kilowattstunden (KWh) pro Jahr erhalten bis 2032 eine moderne Messeinrichtung. Moderne Messeinrichtungen speichern neben dem aktuellen Stromverbrauch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate. Der Stromverbrauch wird wie bisher einmal pro Jahr abgelesen. Die im Zähler gespeicherten Stromverbrauchswerte werden nicht an Dritte übertragen.
  • Mikro-Blockheizkraftwerk (Mikro-BHKW) Blockheizkraftwerke haben eine elektrische Leistung zwischen einem Kilowatt und mehreren Megawatt. Liegt die Leistung unter 10 Kilowatt, spricht man von einem Mikro-BHKW, das in Wohn- und Geschäftshäusern, Krankenhäusern, Schwimmbädern oder Betrieben zum Einsatz kommt.
  • Mittelspannung Mittelspannung dient zur Energieübertragung im regionalen Bereich. Der Spannungsbereich liegt zwischen 1 und 20 Kilovolt.
  • Mitteldruck

    Gasverteilernetze, über die angeschlossene Kunden mit Energie beliefert werden, umfassen die Druckstufen Hoch-, Mittel- und Niederdruck. Mitteldruck- Gasverteilungs-Leitungen dienen der Gasversorgung von Industrie- und Gewerbeunternehmen. Der Druckbereich liegt hier bis 1 Bar.

  • Minutenreserve Minutenreserve meint die Bereitstellung von kurzfristigen Stromreserven zum Ausgleich von Schwankungen im bundesdeutschen Stromnetz nach einer Vorlaufzeit von 15 Minuten.
  • Megawattstunde (MWh) Eine Megawattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie zum Beispiel in großen Anlagen für Windkraft oder Photovoltaik wird in MWh gemessen. Umgerechnet sind eine MWh 1.000 Kilowattstunden.
  • NOVA-Prinzip Das NOVA-Prinzip beschreibt Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau. Dies bedeutet, dass Netzbetreiber im Zuge der steigenden Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien ihr Netz zuerst optimieren, bevor dieses verstärkt und/oder ausgebaut wird. Die Unternehmen setzen dabei auf neue und intelligente Netztechnologien.
  • Normalladesäulen Normalladesäulen (AC-Ladesäulen) sind Ladesäulen, die mit Wechselstrom (engl. Alternating Current, AC) betrieben werden, aber eine höhere Spannung (400 V) und Stromstärke (bis zu 60 A) haben. In der Regel beträgt die Leistung einer AC-Ladesäule 11 kW (bei 400 V und 28 A).
  • Niederspannung Niederspannung bezeichnet die elektrische Spannung zwischen 42 und 500 Volt. Haushalte und kleinere Gebäude werden in der Regel mit Niederspannung über einen Vierleiter-Drehstromanschluss mit 230/400 Volt versorgt.
  • NAP 110 kV NAP bezeichnet den Netzausbauplan für die Hochspannungsebene (110 KV) der 110-kV-Netzbetreiber der ARGE OST. Der NAP hat zum Ziel, den Ausbaubedarf in den Hochspannungsnetzen darzustellen.
  • Niederdruck Gasverteilernetze, über die angeschlossene Kunden mit Energie beliefert werden, umfassen die Druckstufen Hoch-, Mittel- und Niederdruck. Niederdruck- Gasverteilungsleitungen dienen der Gasversorgung von Wohnhäusern. Der Druckbereich liegt hier bis 0,1 Bar.
  • Netzsicherheitsmanagement Im Rahmen des Netzsicherheitsmanagements ist es Netzbetreibern gestattet, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien herunterzufahren, wenn eine Überlastung des Stromnetzes droht. Grundlage bilden das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Die Anlagenbetreiber erhalten vom Netzbetreiber für die Verringerung der Einspeiseleistung bei Vorliegen eines Netzengpasses eine Entschädigung als Ausgleich für die nicht eingespeiste Energie.
  • Netzleitstelle Die Netzleitstelle dient der zentralen Netz- und Lastführung von Strom-, Gas- und anderen Energieversorgungsnetzen, um die Verfügbarkeit der Netze und damit die Sicherheit der Versorgung zu gewährleisten.
  • Netzentgelte Händler und Lieferanten nutzen für die Belieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen allen Anbietern den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Netzentgelte verlangen. Das EnWG regelt den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen und die Grundsätze für die Bildung von Netzentgelten, die von der Bundesnetzagentur geprüft werden.
  • Netzdienstleistungen Netzdienstleistungen sind Services für Strom-, Gas-, Wasser-/ Abwasser- und Fernwärmenetze außerhalb des regulierten Verteilnetzbetriebs. Dazu zählen beispielsweise Betrieb und Instandhaltung, Planung und Bau oder technische und kaufmännische Services.
  • Netzbetreiber Der Netzbetreiber ist ein Unternehmen, das Versorgungsnetze betreibt. Er ist für die Planung, den Betrieb und die Vermarktung des Netzes verantwortlich.
  • Nennleistung Die Nennleistung bezeichnet die Leistung eines Heizkessels in Kilowatt (kW). Diese Leistung ist maximal erforderlich, um den Wärmebedarf zum Beispiel eines Gebäudes für bestimmte extreme Randbedingungen zu decken: Konkret heißt das zum Beispiel durchschnittlich 20 Grad Celsius Raumtemperatur in allen beheizten Räumen.
  • Onshore Onshore, deutsch „Festland”, bezeichnet die Lage von Anlagen (meist Windparks) auf dem Festland.
  • ONTRAS Die ONTRAS Gastransport GmbH, eine Tochter der VNG –Verbundnetz Gas AG, ist ein überregionaler Fernleitungsnetzbetreiber im europäischen Verbundsystem. Das Unternehmen betreibt Deutschlands zweitgrößtes Hochdrucknetz mit rund 7.200 Kilometer Leitungslänge sowie rund 500 Netzkopplungspunkten.
  • Offshore- Haftungsumlage Die Offshore-Haftungsumlage ist ein Bestandteil des Strompreises für Endverbraucher. Die Umlage deckt Entschädigungszahlungen ab, die durch den verspäteten Anschluss von Offshore-Windparks an das Übertragungsnetz an Land oder durch langdauernde Netzunterbrechungen entstehen können.
  • Offshore Offshore, deutsch „offene See“, bezeichnet die Lage von Anlagen (meist Windparks) auf dem Meer.
  • Power to Heat Unter der Power-to-Heat-Methode versteht man die Verwertung von Stromüberschüssen zur Erzeugung von Wärme. Beispielsweise wird überschüssige Windenergie in Wärme umgewandelt und für Heizungsanlagen und Warmwasserbereitung genutzt.
  • Power to Gas Bei der Power-to-Gas-Technologie wird aus überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien Wasserstoff beziehungsweise Methan hergestellt. Dieses Gas aus erneuerbaren Energien kann direkt genutzt, weitertransportiert oder gespeichert und anschließend in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden. Bei Bedarf wird es wieder verstromt.
  • Primärregelleistung Ein Anbieter von Primärregelleistung muss die vereinbarte Leistung innerhalb von 30 Sekunden garantiert bereitstellen können, und zwar für maximal 15 Minuten ab Beginn des Regelungsvorgangs. Die Bereitstellung erfolgt automatisch anhand der mit dem Übertragungsnetzbetreiber vereinbarten Reglerkennlinie. Die Primärregelleistung stammt zum größten Teil aus Großkraftwerken verschiedener Arten.
  • Primärenergie Primärenergie bezeichnet die ursprüngliche Energie eines Rohstoffs wie Erdöl oder Kohle vor der Bearbeitung.
  • Photovoltaik

    Bei der Photovoltaik wird Licht durch Solarzellen in elektrischen Strom bzw. elektrische Energie umgewandelt.

  • Redispatch- Management Unter Redispatch-Management versteht man die Verlagerung von Kraftwerkseinspeisungen, um beim Auftreten von Engpässen bestimmte Leitungen im Netz zu entlasten. Es wird präventiv in der Vorausplanung angewendet. Kuratives Redispatch wird im laufenden Netzbetrieb eingesetzt, um vorhandene oder unmittelbar bevorstehende Überlastungen zu beheben. Das Redispatch-Management ist kein marktbasiertes Verfahren, weil es die durch den Engpass hervorgerufenen Preissignale nicht an die verantwortlichen Marktteilnehmer weitergibt. Das Verfahren kann temporär helfen, ist aber kein Ersatz für die grundsätzliche Behebung von dauerhaften Engpässen durch Netzausbau.
  • Regelzone Als Regelzone bezeichnet man einen geografisch festgelegten Verbund von Hoch- bzw. Höchstspannungsnetzen. Der zuständige Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) hält in solch einem Verbund ständig das Leistungsgleichgewicht zwischen elektrischer Erzeugung und Verbrauch aufrecht. In Deutschland gibt es vier Regelzonen, die von der TenneT TSO GmbH, 50Hertz Transmission GmbH, Amprion GmbH und Transnet BW GmbH verwaltet werden.
  • Smart-Meter-Rollout Der Gesetzgeber hat bis 2032 die schrittweise Einführung neuer Stromzähler in Deutschland für alle Stromkunden vorgeschrieben. Verbrauchsabhängig werden entweder moderne Messeinrichtungen oder intelligente Messsysteme eingeführt. Ziel ist es, den Stromkunden eine bessere Kontrolle des Stromverbrauchs zu ermöglichen. Dies soll, so erhofft sich der Gesetzgeber, dazu führen, dass sie ihr Verbrauchsverhalten ändern, effizienter mit Energie umgehen und so ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten.
  • Sektorkopplung Als Sektorkopplung wird die Vernetzung aller drei Sektoren der Energiewirtschaft - Strom, Wärme und Verkehr - verstanden. So können Erneuerbare Energien aus Sonne und Wind auch zur Wärmeerzeugung und für die Mobilität verwendet werden.
  • Stromsteuer Die Stromsteuer ist eine indirekte Verbrauchssteuer. Sie fällt beim Verbrauch von Strom beim Endkunden an, wird durch den Stromversorger in Rechnung gestellt und durch diesen an das Hauptzollamt abgeführt.
  • Stromspeicher Ein Stromspeicher ist ein dezentraler Batteriespeicher für erzeugte elektrische Energie zum Beispiel aus Photovoltaik.
  • Stromkennzeichnung Stromunternehmen sind verpflichtet, ihren Kunden auf der Rechnung aufzulisten, welchen Energiemix sie anbieten. Das sorgt für mehr Transparenz und gibt den Kunden die Möglichkeit, sich ihren Anbieter auch danach auszusuchen, welchen Energiemix er bereitstellt.
  • Steinkohle

    Steinkohle ist ein Sedimentgestein, das durch Druck und Luftabschluss (Inkohlung) von organischen Substanzen (Biomasse) entstand. Steinkohle besteht zum großen Teil aus Kohlenstoff und gehört zu den wichtigsten fossilen Energieträgern. Im Vergleich zu Braunkohle hat Steinkohle einen mehr als dreifach höheren Heizwert von ca. 30 Megajoule pro Kilogramm (MJ/kg).

  • Spannung Elektrische Spannung entsteht durch die Trennung von positiven und negativen Ladungsträgern. Haben zwei Punkte eine unterschiedliche elektrische Ladung, so besteht zwischen diesen eine Spannung. Die Spannungsdifferenz zwischen den beiden Punkten strebt danach, sich auszugleichen. Die Spannung ist die Ursache für den elektrischen Strom.
  • Spitzenlast

    Als Spitzenlast wird die kurzzeitige hohe Nachfrage nach Strom oder Heizwärme bezeichnet. Als Gegenstück gilt die Grundlast, mit der die normale, durchschnittliche Nachfrage gemeint ist.

  • Sonnenkollektor Sonnenkollektoren sind Anlagen, die Sonnenenergie aufnehmen. Die dabei entwickelte Wärme wird zur Wärmebereitung genutzt.
  • Solarzelle Eine Solarzelle besteht aus verschiedenen Halbleitermaterialien, wodurch sie Strahlungsenergie (Sonnenlicht) direkt in elektrische Energie umwandelt.
  • Solarthermie In der Solarthermie wird die thermische Energie der Sonnenstrahlung nutzbar gemacht. Mit Hilfe von Solarkollektoren auf dem Dach wird die Sonnenwärme zur Warmwasserbereitung und Raumheizung verwendet.
  • Smart Meter Smart Meter sind intelligente digitale Messsysteme, die dem Endverbraucher unter anderem den Energieverbrauch und die Nutzungszeit anzeigen. Sie ersetzen ab 2017 in Haushalten die alten Drehscheiben-Zähler.
  • Smart Home Smart Home bezeichnet eine intelligente Haussteuerung, die Wohnungen und Häuser energieeffizienter, sicherer und komfortabler macht.
  • Smart Grid Smart Grid ist die Weiterentwicklung der Stromnetze zu „intelligenten Netzen“, die das Zusammenspiel von Energieangebot und -nachfrage regeln.Möglich wird das durch ein Datennetz, das parallel zum Stromnetz entsteht und die Erzeugung, Verteilung und Speicherung von erneuerbaren und konventionellen Energien koordiniert. Diese sogenannten Smart Grids können die Energiezufuhr dezentraler Energieanlagen wie Windkraft-, Photovoltaik-, Biomasse- oder Mikro-KWK-Anlagen bedarfsgerecht steuern.
  • Sekundärregelleistung Ein Anbieter von Sekundärregelleistung muss die vereinbarte Leistung innerhalb von 30 Sekunden garantiert bereitstellen können, und zwar für maximal 5 Minuten ab Beginn des Regelungsvorgangs. Die Bereitstellung erfolgt automatisch anhand der mit dem Übertragungsnetzbetreiber vereinbarten Reglerkennlinie. Die Sekundärregelleistung stammt zum größten Teil aus Wärme- und Wasserkraftwerken.
  • Schnellladesäule An Schnellladesäulen werden Elektrofahrzeuge mit Gleichstrom geladen. Hier sind 80 Prozent Ladestand in etwa 30 Minuten möglich. Liegt die Ladeleistung oberhalb von 22 kW, handelt es sich um eine Schnellladestation. Daneben existieren Schnellladestationen mit Gleichstrom und besonders hohen Ladeleistungen, etwa den 170 kW von CCS-Systemen.
  • Terawattstunde (TWh) Eine Terawattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie zum Beispiel durch Staaten wird in TWh gemessen. Umgerechnet entspricht eine TWh einer Milliarde Kilowattstunden.
  • Technische Betriebsführung Die technische Betriebsführung von Strom- und Erdgasnetzen umfasst deren Inspektion, Zustandsbewertung, Wartung und Instandsetzung, Schaltung und Steuerung, Überwachung, Messung und Prüfung. Dazu gehören auch ein Störungs- und Krisenmanagement mit 24-Stunden-Bereitschaft sowie Dokumentation, Analyse, Planung und Optimierung des Betriebsablaufs.
  • Treibhausgas Treibhausgase sind gasförmige Bestandteile der Atmosphäre, die den Treibhauseffekt verursachen. Dazu gehören Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid sowie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
  • Transformatorenstation Zur Versorgung von Haushalten und kleineren Gebäuden wird in einer Transformatorenstation (kurz Trafostation) die elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit einer elektrischen Spannungvon 10 bis 36 Kilovolt auf die in Niederspannungsnetzen (Ortsnetzen) verwendeten 230/400 Volt umgewandelt.
  • Thermografie Durch Thermografie wird bei Gebäuden die Verteilung der Wärmeabstrahlung dargestellt. Hierzu werden verschiedene Farbpaletten verwendet. Auf diese Weise werden Wärmebrücken oder Luftleckagen sichtbar gemacht. Unterschieden wird zwischen Außen- und Innenthermografie.
  • Technische Anschlussbedingungen (TAB) TAB meint die von Energieversorgern festgelegten Bedingungen und technischen Mindestanforderungen an die Auslegung und den Betrieb von Netzanschlüssen von Erzeugungsanlagen, Elektrizitätsverteilernetzen, Anlagen direkt angeschlossener Kunden sowie Verbindungs- und Direktleitungen.
  • Umspannwerk In Umspannwerken wird elektrische Energie in die für die Weiterverteilung benötigten Verteilnetzspannungen umgewandelt. Im Gegensatz zur Trafostation werden hier in der Regel Spannungen von 380, 220 oder 110 Kilovolt auf ein niedrigeres Niveau von z. B. 20 Kilovolt gebracht.
  • Umsatzsteuer

    Die Umsatzsteuer zählt zu den indirekten Steuern, da sie nicht vom Verbraucher direkt, sondern über einen Unternehmer erhoben wird. Besteuert werden Lieferungen und sonstige Leistungen gegen Entgelt, die ein Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens im Inland ausführt. Dazu zählt auch die Lieferung von Strom und Gas. Auf deren Summe des Nettoentgelts für Beschaffung und Vertrieb, Netzentgelte sowie Strom bzw. Erdgassteuer einschließlich aller die Strom bzw. Gaslieferung betreffenden Abgaben und Umlagen werden derzeit 19 Prozent Umsatzsteuer erhoben. Das sich daraus ergebende Bruttoentgelt wird dem Verbraucher in Rechnung gestellt.

  • Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Verantwortlich für das Übertragungsnetz sind Übertragungsnetzbetreiber. In ihren Regelzonen unterhalten sie die zugehörigen technischen Anlagen, koordinieren die Ein- und Ausspeisungen und regeln die Frequenz.
  • Übertragungsnetz Das Übertragungsnetz dient der Übertragung von elektrischer Energie über weite Entfernungen. Es besteht aus Höchstspannungsleitungen mit besonders hohem Spannungsniveau von 380 oder 220 Kilovolt und technischen Einrichtungen wie Transformatoren und Leitwarten.
  • Übertragungskapazität Die Übertragungskapazität von Freileitungen und Erdkabeln ist der maximale Stromfluss, der unter Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen dauerhaft erreicht werden kann.
  • Verteil(er)netzbetreiber Der Verteilnetzbetreiber unterhält das Netz, über welches die Endverbraucher mit elektrischer Energie oder Erdgas versorgt werden. 
  • Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) Der VKU vertritt die Interessen der kommunalen Wirtschaft gegenüber der Politik in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung und Umweltschutz.
  • Volt Volt ist die Maßeinheit für die Spannung. Namensgeber ist der italienische Physiker Alessandro Volta (1745–1827).
  • Verteilnetz Das Verteilnetz dient der Feinverteilung z.B. von elektrischer Energie, Erdgas oder Wärme an die einzelnen Verbraucher.
  • Versorgungssicherheit Versorgungssicherheit meint die Fähigkeit eines Netzes, seine Versorgungsaufgabe unter vorgegebenen Bedingungen während einer bestimmten Zeitspanne zu erfüllen.
  • Watt Watt ist die Maßeinheit für Leistung. Namensgeber ist James Watt (1736–1819).
  • Windkraft Wind gehört zu den erneuerbaren Energien, die gesetzlich gefördert werden. Bei der Windkraft wird die kinetische Energie von Wind, also die bewegten Luftmassen der Atmosphäre, technisch genutzt. Deutschland ist Windenergie-Weltmeister: Nirgendwo auf der Welt sind so viele Windkraftwerke installiert wie hier.
  • Wechselstrom Bei Wechselstrom handelt es sich um Strom, dessen Richtung (Polarität) sich periodisch ändert. Die Energieversorgung erfolgt mit Wechselstrom. Wechselstrom wird auch mit AC („Alternating Current“) abgekürzt.
  • Wasserkraft Wasserkraft ist eine regenerative Energiequelle. Genutzt wird die Energie des Wassers, die z. B. mittels Wasserrad oder Wasserturbine in mechanische Arbeit umgesetzt wird.
  • Wärmepumpe Die Wärmepumpe ist ein Heizsystem. Unter der Ausnutzung von Umgebungswärme entstehen aus 1 Kilowattstunde Strom bis zu 4 Kilowattstunden Wärme. Im Prinzip funktioniert sie wie ein umgekehrter Kühlschrank.
  • Zähler Zähler sind Geräte, die den Verbrauch von Erdgas, Wasser, Wärme oder Elektrizität messen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es unterschiedliche Zähler: z. B. Wechselstromzähler, die u. a. bei Treppenhausbeleuchtungen eingesetzt werden, oder Drehstromzähler für Haushalt und Gewerbe, aber auch Lastgangzähler, die die elektrische
    Energie in Form von Leistungsmittelwerten erfassen und diese bei Bedarf per Datenfernübertragung bereitstellen.