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2018

Hier stellen wir Ihnen die Pressemitteilungen des Jahres 2018 der enviaM sowie den Unternehmen der enviaM-Gruppe bereit. Wir informieren Sie damit über aktuelle Projekte, Investitionen, Baumaßnahmen, Veranstaltungen oder auch Zertifizierungen.

Pressemitteilungen 2018

Unsere Pressemitteilungen sind nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert. Weitere Pressemitteilungen entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Jahr.

MITNETZ STROM setzt auf intelligente, steuerbare und flexible Stromnetze

MITNETZ STROM baut weiter am Internet der Energie. Der Netzbetreiber arbeitet kontinuierlich an einem intelligenten, steuerbaren und flexiblen Stromnetz. Dies ist notwendig, um die fortschreitende Energiewende durch die Kopplung von Strom, Wärme und Verkehr weiterhin zu meistern. Dabei arbeitet das Unternehmen an circa 30 Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Über 30 Partner wie Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen unterstützen den Netzbetreiber.

"Wir sind stärker denn je gefordert. Das Verhalten der Kunden in Bezug auf den Stromverbrauch wird sich stark verändern. Wir gehen davon aus, dass bis 2050 mehr als 60 Millionen neue Akteure wie Elektroautos, zusätzliche elektrische Wärme-, Erzeugungsanlagen und Speicher im Verteilnetz angeschlossen sein werden. Dies stellt uns vor neue Aufgaben als Netzbetreiber. Ziel ist es durch intelligente, steuerbare und flexible Netze die Investitionen in Kupfer und Stahl so weit wie möglich zu verringern", sagt Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM.

Intelligenz im Netz ausbauen

MITNETZ STROM arbeitet bereits seit mehreren Jahren an digitalen Prozessen und intelligenter Technik. So hat die Schaltleitung in 2017 eine neue Hard- und Software zur Überwachung und Steuerung der Netze eingeführt. Das neue Leitsystem ist vorausschauender, sicherer und vereinheitlicht die Systeme für Strom und Gas. Insgesamt wurden mehrere Millionen Euro investiert. Eine Aufgabe der Schaltleitung ist beispielsweise, die Umspannwerke und Trafostationen bei Störungen oder Einspeisung erneuerbarer Energien zentral zu steuern. Trafostationen in den Ortsnetzen werden immer mehr mit fernschaltbarer Technik ausgestattet. In den kommenden Jahren baut MITNETZ STROM diese auf 1200 Trafostationen aus. Neben den fernschaltbaren Trafostationen gibt es die regelbaren Trafostationen, die automatisch Stromschwankungen im Netz auf Grund von Einspeisung erneuerbarer Energien selbstständig ausgleichen. Rund 800.000 Euro investierte der Netzbetreiber erfolgreich in die Umsetzung im Landkreis Altenburg (Thüringen).

Auch die Ausstattung des Netzes mit modernen Messeinrichtungen geht voran. So sind beispielsweise bereits 87.000 moderne Messeinrichtungen planmäßig eingebaut worden. Der Einbau intelligenter Messsysteme ist derzeit auf Grund mangelnder Zulassungen durch das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik frühestens ab dritten Quartal geplant. Circa 230.000 intelligente Messsysteme sollen bei Kunden mit einem Jahresbezug über 6000 Kilowattstunden und Einspeisern im Netzgebiet eingerichtet werden. MITNETZ STROM ist bundesweit führend bei der Prüfung intelligenter Messsysteme und bietet Messstellenbetreibern als erster ein mobiles Prüfsystem an.

Elektromobilität Schwerpunkt

Laut Bundesregierung sollen bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Bis 2030 sollen es schon sechs Millionen sein. "Wenn alle Kunden gleichzeitig nach Feierabend ihr Elektroauto laden, kann das zu Überlastungen im Stromnetz führen. Ziel ist es, Kunden durch steuerbare und intelligente Technik zu verschiedenen Tageszeiten zum Laden ihres Elektroautos anzuregen", sagt Dr. Schweer.

Für ein sicheres und stabiles Netz wird unter anderem auch an technischen Lösungen wie den sogenannten Phasenwählern beim Ladeanschluss geforscht. Mit Hilfe des Phasenwählers kann der zum Laden benötigte Leistungsbedarf symmetrisch im Netz verteilt werden, dies ermöglicht eine deutlich höhere Netzauslastung. "Ohne intelligentes Laden wäre der Netzausbaubedarf extrem hoch. Eine deutliche Kostenbegrenzung kann uns nur mit Hilfe dieser neuen Technik gelingen, dann sparen wir Milliarden", ergänzt Dr. Schweer. "Die gesetzlich notwendigen Voraussetzungen müssen schnell geschaffen werden."

Netzausbau weiterhin notwendig

Nach wie vor beschäftigt MITNETZ STROM auch der weitere Netzausbau. Der Netzbetreiber konzentriert sich auf Maßnahmen im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz. Dazu zählen, Umspannwerke und Trafostationen zu modernisieren sowie Freileitungen im Mittelspannungs- und Niederspannungsnetz durch Erdkabel auszutauschen. Insgesamt sieht MITNETZ STROM ein Bauvolumen von rund 235 Millionen Euro vor. Ziel ist es, die Netze auf die vielfältigen Anforderungen anzupassen. Schwerpunkte sind zum Beispiel die Erweiterung des Umspannwerkes Großräschen (Brandenburg) zu einem Übergabeumspannwerk des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz, die Erhöhung der Leistung der Transformatoren im Umspannwerk Wansleben (Sachsen-Anhalt), der Umbau der Mittelspannungsschaltanlage im Umspannwerk Artern (Thüringen) oder die abschließende Modernisierung des Umspannwerkes Zwönitz (Sachsen).

"Letztendlich ist es wichtig, dass die Anreizregulierung die Weichen dafür stellt, Investitionen in Innovation und Digitalisierung zu ermöglichen", wünscht sich Dr. Schweer abschließend von der neuen Bundesregierung.

Pressekontakt

Evelyn Zaruba
Pressesprecherin
Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH
T 0371 482-1748
E Evelyn.Zaruba@mitnetz-strom.de
I www.mitnetz-strom.de

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.